Fußball Bundesliga
Hitzfeld hält Hoffenheim-Modell für vorbildlich

Ex-Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld hat das Modell von Bundesliga-Herbstmeister 1 899 Hoffenheim als vorbildlich gelobt. Das außergewöhnliche Konzept werde in Zukunft Nachahmer finden.

Für den ehemaligen Bayern-Trainer und Schweizer Nationalcoach Ottmar Hitzfeld hat das Modell von Herbstmeister 1 899 Hoffenheim eine Vorbild-Funktion für die gesamte Bundesliga. "Insgesamt haben die Hoffenheimer Außergewöhnliches geleistet. Da steckt ein Konzept dahinter, das durchaus Zukunft hat - und Nachahmer finden wird", sagte der 59-Jährige in einem Interview mit der Welt am Sonntag.

Laut Hitzfeld haben die Hoffenheimer den deutschen Fußball mit dem vertikalen Fußball und dem schnellen Umschalten von Abwehr auf Angriff belebt und modernisiert. "Das ist hervorragend und ein Fortschritt für die Bundesliga", meinte Hitzfeld, der aber mit Blick auf das Abschneiden der deutschen Klubs in den internationalen Wettbewerben in der Bundesliga noch erheblichen Nachholbedarf sieht: "Im Hinblick auf eine realistische Einschätzung und den Stellenwert der Bundesliga sind wir angehalten, dabei nie den Blick für das große Ganze, also auch den internationalen Anspruch, zu verlieren."

Positive Bewertung für Klinsmann

Positiv bewertet der ehemalige Trainer von Borussia Dortmund die Entwicklungen bei seinem alten Arbeitgeber Bayern München. Sein Nachfolger Jürgen Klinsmann habe die Mannschaft nach anfänglichen Schwierigkeiten erfolgreich umgestellt. "Sie ist defensiv wieder stabil, nachdem man zu Saisonbeginn zu viele Gegentore kassiert hat. Das verbesserte Defensivverhalten war in meinen Augen ausschlaggebend dafür, dass die Bayern die Hinrunde erfolgreich beendet haben", sagte Hitzfeld.

Dass Bayern-Coach Klinsmann wieder hauptsächlich auf das von ihm selbst während seiner Zeit beim Rekordmeister geprägte 4-4-2-System setzt, empfindet Hitzfeld nicht als Genugtuung. "Es war eine logische Folge - und es hat mich nicht überrascht. Wenn es nicht so läuft, greift man oftmals auf das Bewährte zurück. Und das war beim FC Bayern das 4-4-2-System, das wir in der Saison zuvor erfolgreich angewendet haben", erklärte Hitzfeld.

Seinem ehemaligen Spieler Lukas Podolski, der bei den Bayern nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus kommt, riet Hitzfeld unterdessen zu einem Vereinswechsel. "Vielleicht muss man sich heute eingestehen, dass er offensichtlich zu früh zum FC Bayern gewechselt ist. Es geht ja auch immer um den Sinn eines Wechsels. Wenn er die Bayern jetzt verlässt, macht das absolut Sinn", sagte Hitzfeld.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%