Fußball Bundesliga
Hitzfeld: "Natürlich bin ich enttäuscht"

Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld hat sich nach dem mageren 0:0-Remis seiner Münchner gegen Abstiegskandidat MSV Duisburg enttäuscht gezeigt. "Da fehlten 10, 20 Prozent Leidenschaft", sagte der Lörracher.

Am 16. Spieltag der Bundesliga hat es für Rekordmeister Bayern München nur zu einem torlosen Unentschieden im Heimspiel gegen den MSV Duisburg gereicht. Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld kann mit dem Ergebnis nicht zufrieden sein.

Frage: "Ottmar Hitzfeld, wie bewerten Sie die Leistung Ihrer Mannschaft nach dem 0:0 gegen den MSV Duisburg?"

Ottmar Hitzfeld: "Natürlich bin ich enttäuscht. Wir haben uns sehr schwer getan, hatten aber trotzdem Chancen in der ersten Halbzeit. Wenn da ein Tor fällt, wird es leichter. Auch in der zweiten Halbzeit hatten wir einige Möglichkeiten, haben das Tor aber nicht gemacht."

Frage: "In der zweiten Halbzeit wirkte die Mannschaft zwar engagierter, aber es fehlten die zündenden Ideen im Spiel nach vorne..."

Hitzfeld: "Die zweite Halbzeit war okay. Da haben wir mehr Druck entwickelt, aber die Lücke nicht gefunden. Mit der ersten Hälfte war ich allerdings nicht zufrieden, da waren wir zu statisch, hatten zu wenig Bewegung. So müssen wir in den sauren Apfel beißen und zwei Punkte abgeben."

Frage: "Wo liegen die Ursachen für die Fehler?"

Hitzfeld: "Wir haben keine richtigen Mittel gefunden, das Abwehrbollwerk zu knacken. Duisburg hat sehr gut verteidigt, die Räume unheimlich eng gemacht, war trotzdem nach vorne sehr gefährlich und hat gut kombiniert. Sie haben sehr gute Fußballer im Mittelfeld. Wir brauchten viel Kraft, um wieder in Ballbesitz zu kommen. In der ersten Halbzeit haben wir mit zu wenig Leidenschaft gespielt, da haben wir nur mit spielerischen Mitteln versucht, das Spiel für uns zu entscheiden."

Frage: "Gibt es Parallelen zum 0:0 im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt Anfang November?"

Hitzfeld: "Die gibt es schon. Auch dort haben wir viele Torschüsse gehabt, aber es war ein besseres Spiel von uns. Diesmal war es eindeutig zu wenig. Da fehlten 10, 20 Prozent Leidenschaft. In der zweiten Halbzeit haben wir das besser gemacht. Aber es hat nicht gereicht, weil wir den Gegner ins Spiel kommen ließen und zu wenig Zweikämpfe angenommen haben."

© SID

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