Fußball Bundesliga
Hitzfeld sagt Klinsmann schweres Erbe voraus

Im Sommer verlässt Ottmar Hitzfeld den FC Bayern München. Für seinen Nachfolger Jürgen Klinsmann will der 59-Jährige eine Mannschaft hinterlassen, die international angreifen kann.

Ottmar Hitzfeld hat seinem Nachfolger Jürgen Klinsmann ein schweres Erbe bei Rekordmeister Bayern München vorausgesagt. Er wolle sich mit Titeln verabschieden und hinterlasse "eine Mannschaft, die reif ist, um den Champions-League-Titel zu spielen, die international angreifen kann", sagte der 59-Jährige der Bild am Sonntag.

Um den früheren Bundestrainer auf seine Aufgabe vorzubereiten, hat Hitzfeld bereits Kontakt zu ihm aufgenommen. "Ich habe schon zweimal mit Jürgen telefoniert. Und wenn es der Terminkalender zulässt, werde ich mich auch mit ihm treffen. Damit ich die Fragen beantworten kann, die er vielleicht hat", sagte Hitzfeld.

Hitzfeld will als Ratgeber helfen

Dass sich sein Nachfolger schon mit den Bayern-Bossen getroffen hat, um über die kommende Saison zu reden, ist für Hitzfeld legitim: "Es wäre fahrlässig, wenn er es nicht tun würde. Es ist doch selbstverständlich, dass er Informationen einholt." Er selbst werde auch nach seinem Abschied als Ratgeber Klinsmanns verfügbar sein, falls dieser das wünsche, ergänzte Hitzfeld: "Aber Jürgen ist ein Voll-Profi, der wird schon seine eigenen Berater mitbringen."

Über die erneute Trennung vom FC Bayern ist Hitzfeld keineswegs verärgert. Er sieht seine Entwicklung dort "als abgeschlossen an. Eine Epoche ist beendet. Ich freue mich ab Sommer auf die Arbeit mit der Schweizer Nationalelf", sagte er. Der Lörracher wird im Juli die Nachfolge von Jakob "Köbi" Kuhn bei der Schweizer "Nati" antreten.

Hitzfeld spürt trotz des Erfolgszwangs beim FC Bayern keinen größeren Druck. "Ich bin selbst überrascht, wie gut ich mich fühle. Ich hatte gedacht, dass es härter wird", sagte er. Jedoch will er sein Team in den letzten Monaten seiner Amtszeit "straffer führen", und dabei "immer versuchen, gerecht, aber auch hart zu sein".

So habe er auch bei der Suspendierung des Kapitäns Oliver Kahn gehandelt, obwohl ihm diese Entscheidung schwer gefallen sei. "Wir sind eine Schicksalsgemeinschaft, die alles versucht, einen schönen Abschied zu feiern. Wir haben so viele Schlachten geschlagen, Titel geholt, auch Endspiele verloren. Das wird uns immer verbinden", sagte Hitzfeld über den Torhüter.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%