Fußball Bundesliga
Hitzfeld verbannt Kritiker Sagnol aus Zenit-Kader

Der FC Bayern München wird ohne Willy Sagnol nach St. Petersburg reisen. Trainer Ottmar Hitzfeld strich den Franzosen nach seiner Kritik aus dem Kader für das Uefa-Cup-Rückspiel.

Nach seiner Kritik an Ottmar Hitzfeld ließen die Konsequenzen nicht lange auf sich warten. Der Trainer des deutschen Rekordmeisters Bayern München hat seinem Kritiker Willy Sagnol für das Uefa-Cup-Halbfinal-Rückspiel beim russischen Meister Zenit St. Petersburg (Donnerstag, 18.30 Uhr/live bei Sat.1) eine Denkpause verordnet. "Sagnol wird jetzt erstmal ein bisschen zuschauen. Er geht nicht mit nach St. Petersburg und trainiert hier zwei Mal", sagte Hitzfeld im Interview mit FCB.tv.

Hintergrund des Verzichts auf Sagnol ist dessen Verhalten nach dem Spiel am Sonntag gegen Stuttgart. Der 31-Jährige hatte sich öffentlich beschwert, dass er von Hitzfeld im rechten Mittelfeld und nicht als Außenverteidiger aufgestellt worden war. "Das ist in etwa so, als würde man Toni fragen, ob er Linksverteidiger spielt oder Ribery, ob er ins Tor geht. Dann bringen sie auch nicht ihre beste Leistung. Auf dieser Position haben weder ich, noch das Publikum Spaß", hatte Sagnol, der sich gleichzeitig nach seiner langen Verletzungspause über zu wenig Rückendeckung beklagte, unter anderem gesagt . "Ich bin immer noch in einem Loch. Ich habe auf etwas mehr Hilfe gehofft, um da rauszukommen. Ich habe sie nicht erhalten."

Hitzfeld: "Er muss noch härter an sich arbeiten, um wieder der alte Willy Sagnol zu werden"

Hitzfeld wollte seinem langjährigen Wegbegleiter beim FC Bayern aber auch im Hinblick auf die bevorstehende EM "behilflich sein", Spielpraxis zu sammeln. "Er hat sich inzwischen zwei Mal bei mir entschuldigt, dass er die Aussagen gemacht hat", berichtete der Bayern-Coach weiter: "Ich habe ihm gesagt, dass er noch härter an sich arbeiten muss, um wieder der alte Willy Sagnol zu werden, den wir alle in sehr guter Erinnerung haben."

Sagnol hatte sich Anfang April 2007 einen Knorpelschaden zugezogen und nach anschließender Operation erst Ende November sein Comeback bei den Profis gefeiert. Im März musste der Franzose aufgrund eines Bandscheibenvorfalls erneut eine mehrwöchige Zwangspause einlegen. 15 Pflichtspieleinsätze stehen für ihn in dieser Saison bislang zu Buche.

© SID

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