Fußball Bundesliga
Hochspannung vor dem Kampf um die Uefa-Cup-Plätze

Vier Teams machen sich noch Hoffnung, doch nur zwei Plätze sind frei. Im Kampf um den Einzug in den Uefa-Pokal ist heute am letzten Bundesliga-Spieltag Spannung garantiert.

Selten war der Kampf um die Uefa-Cup-Plätze so spannend wie vor dem heutigen Finale der Bundesliga: Gleich vier punktgleiche Teams ringen am letzten Saisonspieltag um zwei freie Startplätze im zweitwichtigsten europäischen Vereinswettbewerb. Die besten Karten im vierfachen Fernduell besitzen Bayer Leverkusen (Tordifferenz 18) und der Hamburger SV (14). Da aber beide Mannschaften zuletzt schwächelten, machen sich auch noch der VfL Wolfsburg (10) und der entthrohnte Meister VfB Stuttgart (0) Hoffnungen auf das internationale Geschäft.

"Das ist ein Hopp-oder-Top-Spiel: Unser Pokalfinale - aber mit Heimrecht", sagt Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler vor der Partie gegen Werder Bremen (15.30 Uhr/live bei Premiere). Bei einem Sieg wäre die Qualifikation aufgrund der besten Tordifferenz praktisch sicher, im Falle einer Niederlage droht hingegen, wie auch den drei anderen Vereinen, der siebte Rang - und damit sogar das Verpassen des UI-Cups.

Bayers Formkurve zeigt nach unten

Die aktuelle Form spricht gegen den Werksklub: Bayer verlor sechs der letzten neun Ligaspiele und konnte von den vergangenen vier Heimspielen nur eines gewinnen. Trotz des seit März andauernden Abwärtstrends muss Leverkusens Trainer Michael Skibbe aber wohl nicht um seinen Job fürchten. Völler hatte dem Coach zuletzt erneut den Rücken gestärkt.

HSV-Coach Huub Stevens steht gegen Aufsteiger Karlsruher SC derweil vor seinem Abschiedsspiel. Am Dienstagabend präsentierten die Hanseaten in Stevens" niederländischem Landsmann Martin Jol nach monatelanger Suche endlich den neuen Coach für die kommende Saison. Damit der 52-Jährige aber seine Mannschaft auch auf Uefa-Cup-Spiele vorbereiten darf, müssen die Hamburger am Samstag ihre Ladehemmung abstellen: In sechs der vergangenen sieben Partien blieb der HSV ohne Torerfolg. Zudem verlor die Stevens-Elf ihre letzten drei Heimspiele und wartet seit dem 15. März (1:0 gegen Dortmund) auf den nächsten Sieg vor eigenem Publikum.

Wirbel um Guy Demel

Für Unruhe an der Elbe sorgt zusätzlich die Suspendierung von Guy Demel. Zwar wollte Stevens dies so nicht bestätigen, dennoch wurde der Ivorer komplett aus dem Kader gestrichen, nachdem dieser sich beklagt hatte, vergangene Woche bei Energie Cottbus trotz Knieproblemen eingewechselt worden zu sein. "Er ist woanders und macht seine Rehabilitation. Ich glaube nicht, dass sich Guy hier noch mal blicken lässt", erklärte Stevens und stellte klar: "Wir brauchen jetzt Ruhe vor dem letzten Spiel. Wichtig sind für mich nur die Spieler, die gesund sind."

Während in Leverkusen und Hamburg die Angst umgeht, setzen sich die Wolfsburger vor dem Spiel bei Borussia Dortmund nicht unter Druck. "Ganz egal, was am Samstag herauskommt. Es ist nach wie vor eine tolle Saison gewesen", erklärte VfL-Coach Felix Magath. Dennoch hofft der 54-Jährige auf einen erfolgreichen Abschluss der guten Rückrunde und würde die Uefa-Cup-Teilnahme natürlich gerne mitnehmen. "Vor allem die jungen Spieler würde es weiterbringen, wenn sie sich zum Beispiel mit den Teams aus der englischen Premier League messen würden", so Magath, dessen Mannschaft seit vier Spielen ungeschlagen ist.

VfB muss auf Ausrutscher der Konkurrenz hoffen

Die geringsten Chancen auf den Auftritt auf der internationalen Bühne hat aufgrund der schlechtesten Tordifferenz Stuttgart, das es mit Arminia Bielefeld zu tun bekommt. Für Aufregung sorgt bei den Schwaben vor dem Duell gegen die abstiegsbedrohten Ostwestfalen zudem die Freistellung von Torwart Raphael Schäfer.

Der 29-Jährige, der zuletzt erneut mehrfach patzte, muss zum zweiten Mal in der Saison seinen Platz für Sven Ulreich räumen. Nun soll der 19-Jährige Youngster die Gegentorflut von zwölf kassierten Treffern in den vergangenen vier Partien stoppen. "Ich freue mich auf Bielefeld. Ich bin gut vorbereitet und werde alles geben", sagte Ulreich, dessen Arbeitgeber immerhin die letzten sechs Heimspiele gewinnen konnte.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%