Fußball Bundesliga
Hoeneß kann sich keine Übernahme vorstellen

Für Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß ist es unvorstellbar, dass der Klub einmal von einem Investor übernommen wird. "Das wird für den FC Bayern nie in Frage kommen", so Hoeneß.

Uli Hoeneß hat erneut in aller Deutlichkeit einem Einstieg fremder Investoren bei Bayern München eine Absage erteilt und damit dem Vorstands-Vorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge widersprochen. "Das wird nie für den FC Bayern in Frage kommen", sagte der Manager des deutschen Rekordmeisters der Abendzeitung und verwies dabei auch auf die anders strukturierte Fan-Kultur. Bei einer fremden Übernahme der Bayern würden die Anhänger "auf die Barrikaden gehen".

Grundsätzlich befürwortet er den Einstieg fremder Finanziers in der Bundesliga jedoch. "Ich finde es generell gut, wenn die 50+1-Regel fallen würde. Das wäre vor allem für finanziell nicht so gut ausgestattete Vereine eine Chance, an Geld zu kommen", sagte Hoeneß. Zumindest damit ist der Manager auf einer Linie mit Rummenigge, der sich darüber hinaus aber auch einen Oligarchen bei den Bayern vorstellen kann. "Wenn sich das Rad so weiterdreht, wird sich das Thema auch für den FC Bayern stellen", hatte der 52-Jährige zuletzt erklärt.

Die vor allem in der englischen Premier League aktiven Geldgeber sieht Hoeneß auch als Gefahr für die Klubs. Er sei sich sicher, "dass die, über die wir jetzt mit Blick auf das Thema Investoren reden, in zehn Jahren ganz arme Schweine sind", erklärte er in der Tageszeitung Die Welt. Profitabel könnten diese Vereine nicht werden.

Wenn sich die allgemeine wirtschaftliche Situation ein wenig normalisiert habe, "wird sich auch der eine oder andere Oligarch überlegen, ob er weitere Mill. einfach so in einen Verein steckt". Auch "der Herr aus Abu Dhabi" (Sulamain Al Fahim bei Manchester City, d. Red.) werde angesichts des jüngst gesunkenen Ölpreises vielleicht "etwas ruhiger, was seine Transferpläne betrifft", sagte Hoeneß süffisant.

Die 50+1-Regel in der Bundesliga regelt bislang die Besitzverhältnisse bei den Profi-Vereinen. Demnach müssen die Klubs mit 50 Prozent der Anteile plus einer Zusatzstimme die Mehrheit an einer Aktien- oder Kapitalgesellschaften halten.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%