Fußball Bundesliga
Hoeneß nimmt Podolski in die Pflicht

Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß hat den Leistungsdruck auf den immer noch nach seiner Rolle suchenden Lukas Podolski erhöht: "Im zweiten Jahr muss er kommen. Er hat nämlich noch nichts erreicht."

Manager Uli Hoeneß von Rekordmeister Bayern München hat den "Welpenschutz" für Stürmer Lukas Podolski offiziell für aufgehoben erklärt und klar gemacht, dass der Klub von ihm eine Leistungssteigerung erwartet. "Er ist bald anderthalb Jahre hier. Im zweiten Jahr muss er kommen. Er muss etwas beweisen. Er hat nämlich noch nichts erreicht", sagte Hoeneß der Süddeutschen Zeitung.

Podolski habe nach seiner schweren Knieverletzung "unglaublich und sehr professionell" gearbeitet, meinte Hoeneß: "Jetzt kommt die nächste Stufe, und die muss jetzt zünden. In den nächsten sechs bis acht Monaten, da muss sich zeigen, ob er das schafft oder nicht." Der Bayern-Boss kritisierte zudem die Spielweise des 22 Jahre alten Nationalspielers: "Er ist viel zu offen, ihm kann man den Ball viel zu leicht abnehmen. Er hat nur eine starke Waffe, sein linkes Bein, das ist zu wenig."

Podolski muss "böse werden"

Podolski müsse auf dem Platz "böse werden", forderte Hoeneß. "Lukas ist ein ganz smarter, lieber, netter Kerl. Da ist nichts Böses, nichts Schlechtes, nichts Hinterhältiges. Wenn er seine Einstellung nicht gravierend ändert, dann wird er es hier nicht schaffen. Die Früchte fallen ihm nicht vom Baum in den Mund, die muss man sich hart erarbeiten, auch mit Ellbogen", sagte er.

Podolski war im Sommer 2006 für zehn Mill. Euro vom 1. FC Köln zu den Bayern gewechselt. In seiner ersten Saison hat er in 22 Bundesligaspielen lediglich viermal getroffen, in dieser Spielzeit ist er nach drei Einsätzen noch ohne Tor. Von Klub-Seite werde Podolski künftig "härter angefasst", kündigte Hoeneß an.

Das gelte auch für Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger, in dessen Umfeld Hoeneß zu viele "Claqueure" sieht, die Spielern durch "dieses Blenden" suggerierten, "dass sie bereits Weltmeister sind". In einem "ganz langen Gespräch" habe er Schweinsteiger klar gemacht, dass auch von ihm mehr kommen muss, sagte Hoeneß: "Er weiß wie immer, was ich von all den Dingen halte, dass ich nichts Böses will."

© SID

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