Fußball Bundesliga
Hoeneß rechnet nicht mit DFB-Ermittlungen

Dieter Hoeneß geht nicht davon aus, dass der DFB gegen ihn Ermittlungen einleiten wird. Der Wolfsburg-Manager hatte Referee Wolfgang Stark nach dem Remis gegen Schalke attackiert.

Manager Dieter Hoeneß von Bundesligist VfL Wolfsburg rechnet nach den Attacken gegen Fifa-Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) im Anschluss an die Begegnung gegen Schalke 04 2:2 (1:2) nicht mit Ermittlungen durch den Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen seine Person und gegen Trainer Steve Mcclaren. "Wenn es dazu kommen sollte, kann ich das nicht nachvollziehen", sagte Hoeneß am Sonntagmorgen im Doppelpass bei Sport1.

Hoeneß und Mcclaren hatten nach Abpfiff heftig protestiert, weil Stark vor Klaas-Jan Huntelaars Tor zum 2:2-Endstand ein Handspiel des Schalkers übersehen hatte. Der DFB kündigte an, wegen der Ausschreitungen nach Abpfiff Ermittlungen einzuleiten, wohl auch gegen Mcclaren. Der Engländer hatte Starks Gang in die Kabine mit Applaus begleitet. Hoeneß erklärte, der Coach wollte nicht applaudieren, sondern auf das Handspiel hinweisen.

Hoeneß entkräftet Kritik

Hoeneß relativierte seine harten Aussagen vom Vortag gegen Stark, blieb aber im Kern bei seiner Kritik. "Ich würde es nicht mehr so hart sagen. Aber Stark hat enorm an Qualität verloren. Er muss sein Spiel überprüfen", sagte Hoeneß, der auch Starks Körpersprache auf dem Rasen kritisierte. "Er demonstriert, dass er die Macht hat."

Hoeneß brachte auch den Videobeweis wieder ins Spiel. "Wenn der Schiedsrichter die falschen Entscheidungen trifft, brauchen wir andere Mittel. Dafür steht zu viel auf dem Spiel."

Hoeneßübte auch Kritik an der eigenen Mannschaft, nachdem die "Wölfe" zum dritten Mal in der laufenden Saison zu Hause eine klare Führung aus der Hand gegeben hatte. Das Mannschaftsgefüge sei nicht optimal. "Oft haben wir eine Scheinharmonie in der Mannschaft, aber das ist nichts Echtes", sagte der 58-Jährige, der den Kader überprüfen will: "Wir müssen endlich an die 95 Prozent unseres Vermögens kommen. Zurzeit liegen wir bei 75 Prozent."

© SID

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