Fußball Bundesliga
Hoeneß: "Sind keine Übermannschaft, aber Erster"

Bayern-Manager Uli Hoeneß hat mal wieder für klare Verhältnisse beim Rekordmeister gesorgt. Man habe keine Übermannschaft, sei trotzdem Erster und außerdem traurig, die Champions League im Fernsehen zu erleben.

Ins rechte Lot hat Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß die Verhältnisse beim Rekordmeister gerückt. "Wir haben nie von einer Übermannschaft gesprochen. Das wurde nur von außen in epischer Breite hochgejazzt. Ich finde es nicht schlimm, wenn wir gegen Schalke 1:1 spielen. Das ist kein Rückschlag. Man muss einfach aufhören zu glauben, dass wir alle aus dem Stadion fegen", sagte Hoeneß am Montag bei einer Pressekonferenz an der Säbener Straße, nachdem er sich am Samstag nach dem Bundesligaspiel gegen Schalke nicht zur Situation beim deutschen Rekordmeister äußern wollte.

Bei der Zeitungslektüre am Montagfrüh habe er gedacht, "dass wir auf Platz 13 oder 14 liegen. Aber dann habe ich mir die Tabelle angeschaut und gesehen, dass wir Erster sind und einige Punkte Vorsprung auf die Konkurrenten haben, die jetzt auch noch die Strapazen in der Champions League vor sich haben".

Gegner im Kampf um den Titel bleiben Bremen und Co.

Dass derzeit Bielefeld und Frankfurt die Bayern-Verfolger Nummer eins sind, spreche für die Struktur der Bundesliga, meinte Hoeneß, "aber am Ende werden unsere Gegner im Kampf um die Meisterschaft Stuttgart, vor allem Schalke, aber auch Bremen sein".

Mit dem "Status quo" bei der Bayern sei er vor der ersten Uefa-Cup-Runde am Donnerstag (19.00 Uhr) gegen Belenenses Lissabon, "die wir auf jeden Fall überstehen müssen", auf jeden Fall "sehr zufrieden", führte Hoeneß weiter aus: "Der Verein ist stabil, die wirtschaftliche Lage ist besser als erwartet. Trotz des finanziellen Risikos sieht es so aus, dass wir das Jahr in den Griff bekommen und eventuell sogar mit einem Gewinn abschließen." Wenn der FC Bayern im Uefa-Cup weit genug kommen würde, "dann können wir aus dem Schaden einen Nutzen machen und auch Geld damit verdienen".

Uefa-Pokal nur ein Intermezzo

Keinen Hehl machte der Bayern-Manager daraus, dass es "extrem schade" sei, am Dienstag beim Start der Champions League nur vor dem Fernseher zu sitzen: "Wir werden das schon wehmütig anschauen. Aber diese Suppe haben wir uns selbst eingebrockt. Das ist die gerechte Strafe für die vergangene Saison. Deshalb brauchen wir jetzt auch nicht zu lamentieren." Ohnehin sei der Uefa-Cup nur ein "Intermezzo für ein Jahr".

Schützend stellte sich Hoeneß am Montag auch vor den zuletzt ins Rampenlicht gerückten Toni Kroos. "Der ist erst 17, das ist ein junger Bursche. Wir tun alle gut daran, ihn jetzt nicht zum Weltstar hochzujazzen. Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Deshalb wollen wir ihn schützen."

Hoeneß selbst hatte vor Wochen gesagt, dass bei Bayern für Kroos ("Es gibt keinen Grund, sich auszuruhen") das Trikot mit der Nummer zehn reserviert sei. Nun sagte er: "Das Trikot hat er noch nicht, das muss er sich hart erarbeiten."

Kroos habe aber "einen Supercharakter, er wird das schaffen. Umso geduldiger wir sind, umso besser wird er." Der beste Spieler der U17-WM soll erst einmal bei den Profis trainieren, zunächst aber in der zweiten Mannschaft in der Regionalliga eingesetzt werden.

© SID

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