Fußball Bundesliga

Hoeneß: „Wir haben einen Schlachtplan“

Als Coach Louis van Gaal auf dem Oktoberfest die wenigen Stufen hinauf zum Käferzelt erklimmen wollte, geriet er ins Stolpern - ein Bild mit Symbolcharakter: Beim Rekordmeister Bayern München läuft es nicht rund. Van Gaals Philosophie greift nur bedingt, und die Stürmer treffen das Tor nicht mehr - doch die Bosse glauben trotz acht Punkten Rückstand auf Platz eins an die Wende.
Es läuft nicht rund bei Uli Hoeness und Louis van Gaal. Foto: Bongarts/Getty Images Quelle: SID

Es läuft nicht rund bei Uli Hoeness und Louis van Gaal. Foto: Bongarts/Getty Images

(Foto: SID)

"Wir werden kein Trübsal blasen. Wir haben einen Schlachtplan, wie wir da wieder rauskommen", sagte Manager Uli Hoeneß am Rande des Wiesn-Besuches der Bild-Zeitung. Präsident Franz Beckenbauer meinte beim Pay-TV Sky: -Sender "Die Mannschaft hat Qualität - und die ist groß genug, um in der Liga und international eine Rolle zu spielen."

"Im Moment kommt keine Euphorie auf"

Doch die Rolle, die van Gaals Bayern derzeit in der Bundesliga spielen, ist nicht einmal die eines Verfolgers. Seit über 500 Tagen war der "FC Ruhmreich" nicht mehr Tabellenführer in der Klasse, deren unumstrittener Primus er einst war. Mittelmaß statt Meisterkampf - ein Zustand, den selbst die seriöse Süddeutsche Zeitung zum Anlass nahm, den "Alarm an der Säbener Straße" auszulösen. "Im Moment kommt keine Euphorie auf", gab auch Beckenbauer zerknirscht zu.

Im Zentrum der Kritik steht die Offensivabteilung, die seit 274 Minuten kein Tor mehr zustandegebracht hat. Allerdings muss sich van Gaal auch vorwerfen lassen, dass er die Stürmer mit seinen ständigen Personalrochaden im Zentrum verunsichert. "Wenn man dann einmal von Anfang an spielt, hat man gleich unglaublichen Druck, alles richtig zu machen", klagte Angreifer Ivica Olic.

Löw macht sich keine Sorgen

Die fehlende Stammplatzgarantie verunsichert auch Mario Gomez und Miroslav Klose, die jetzt ohne allzu großes Selbstvertrauen mit der Nationalmannschaft zum vorentscheidenden WM-Qualifikationsspiel nach Moskau gegen Russland reisen müssen. Bundestrainer Joachim Löw macht sich bereits Sorgen, gibt sich nach außen aber gelassen: "Sie haben beide ihre Klasse bewiesen. Ich sehe da keine Problematik."

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