Fußball Bundesliga
Hoffenheim führt Köln gnadenlos vor

Eine Vorführung nennt man so etwas gewöhnlich, was 1899 Hoffenheim da mit dem 1. FC Köln angestellt hat. 4:0 siegten die Gäste und das auch in dieser Höhe verdient. So erschreckend schwach wie die Kölner spielten, so sehr glänzte Hoffenheim. Die sind nun weiter auf dem Weg nach oben, während die Luft für Kölns Trainer Soldo dünn wird.

KÖLN. Für die Kölner Fans war es wie so oft in dieser Saison, nur diesmal noch viel ausgeprägter: Das Kommen lohnt sich für die Viertelstunde vor dem Anpfiff; die Viertelstunde vor dem Abpfiff bekommen die meisten schon gar nicht mehr mit. Weil sie bereits auf dem Weg zum Parkplatz sind, um sich zumindest nicht auch noch den Stau auf der Aachener Straße Richtung Autobahn antun zu müssen.

Denn was ihr FC Köln gegen Hoffenheim an diesem Samstag zustande brachte, haben viele als „Frechheit“ bewertet. Es begann mit dem Anstoß. Die Kölner schoben den Ball träge von links nach recht (horizontal, wie man auf Fußballneudeutsch sagt) und droschen ihn dann irgendwann planlos nach vorne. Ganz anders die Gäste aus Hoffenheim: Schnelles Kurzpassspiel, gutes Spiel ohne Ball, technisch hochklassig. So war es in der fünften Minute Carlos Eduardo, der völlig frei den Ball annahm und ihn aus 22 Metern in die Maschen drosch.

Apropos Eduardo: Der junge Brasilianer wirkte nach seiner erstmaligen Nominierung für die brasilianische Nationalmannschaft wie aufgedreht. Beidfüßig, laufstark, technisch brillant, auf mehreren Positionen einsetzbar und er ist sich auch nicht zu schade für Defensivaufgaben. Er und seine Offensivpartner Demba Ba und Chinedu Obasi überforderten die Kölner in der Folge immer mehr.

Logische Folge war das 2:0 in der elften Minute durch Obasi. Sein Gegenspieler Brecko hatte beim Kopfball geschlafen. Brecko wurde bereits in der 30. Minute erlöst. Für ihn kam Pezzoni in die Partie. An der drückenden Überlegenheit der Hoffenheimer änderte das nichts. Die Gäste führten Köln phasenweise vor und hätten bis zur Pause locker 4:0 führen können. Dabei verpassten Obasi (21.), zweimal Carlos Eduardo (26. und 27.) sowie Josip Simunic (32.). Nur einmal hätte die Partie noch kippen können: Mehr oder weniger durch Zufall gerieten die ansonsten extrem schwachen Kölner Offensivkräfte Freis und Novakovic in einer Zwei-gegen-ein-Situation. Doch Freis gelang der Pass nicht (38.).

Der Großteil der VIP-Gäste hatte den Weg nach draußen nach gar nicht gefunden, da entschied Hoffenheim die Partie endgültig: Demba Ba bewies, dass er auch mit links wuchtig abschließen kann und erzielte in der 46. Minute das 3:0. Mit einer einfachen Finte verlud er die gesamte Kölner Abwehrreihe.

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