Fußball Bundesliga
Hoffmann bleibt bis 2011 an der HSV-Spitze

Nach längeren Diskussionen hat der Aufsichtsrat des Hamburger SV den Vertrag mit dem Vorstandsvorsitzender Bernd Hoffmann bis 2011 verlängert. Auch Katja Kraus bleibt weiter Mitglied des Vorstands.

Sportlich läuft es beim Hamburger SV bereits länger reibungslos, nun ist auch abseits des Spielfelds Ruhe eingekehrt. Der Aufsichtsrat des Bundesliga-Dritten hat nach kontroverser Debatte einer Vertragsverlängerung von Klubboss Bernd Hoffmann einen Tag eher als vorgesehen zugestimmt. Der Ende kommenden Jahres auslaufende Kontrakt des 44-Jährigen wurde bis Ende 2011 verlängert, parallel dazu bleibt auch Vorstandsfrau Katja Kraus bis zu diesem Datum im Amt.

"Ich habe nie einen Grund gesehen, warum ein Vorstand, der in den vergangenen Jahren erfolgreich und erstklassig gearbeitet hat, dies nicht auch in Zukunft tun sollte. Wir haben diese Entscheidung auf Basis der erfolgreichen Arbeit in den vergangenen Jahren getroffen", sagte Ex-Präsident Horst Becker, Vorsitzender des elfköpfigen Kontrollgremiums, das sich noch zu Wochenbeginn nach einer ordentlichen Sitzung um eine Woche vertagt hatte. Nun kam die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit auf einem außerordentlichen Zusammentreffen in der Nacht zum Sonntag in einem Hamburger Nobelhotel zustande.

Vorzeitige Verlängerung als Vertrauensbeweis

Hoffmann selbst kommentierte die Ereignisse äußerlich unbewegt: "Wir haben im Team eine Menge bewegt. Die vorzeitige Verlängerung ist ein großer Vertrauensbeweis, der uns für die kommenden Aufgaben Planungssicherheit gibt." Dem Vernehmen nach bleiben die Bezüge des gebürtigen Rheinländers unverändert.

Für Hoffmann, seit Februar 2003 an der Spitze des 119 Jahre alten Traditionsvereins, gingen damit mehrere Tage der Ungewissheit zu Ende. Insbesondere der ehemalige HSV-Präsident Jürgen Hunke und zwei Aufsichtsrats-Delegierte der Fanvereinigung "Supporters" hatten in der Öffentlichkeit mehrfach Zweifel an dem früheren Mitarbeiter des Vermarkters Sportfive gesät und insbesondere die angeblich mangelhafte Pflege der Sponsoren kritisiert.

Am Ende ließ sich jedoch die Mehrheit des HSV-Kontrollgremiums von den sportlichen und finanziellen Erfolgen des Jahres 2007 überzeugen. Die Hanseaten überwintern in der Bundesliga auf dem dritten Tabellenplatz, sind noch im DFB-Pokal dabei und haben schon vor Duell am Donnerstag gegen den FC Basel die Zwischenrunde des Uefa-Cups erreicht. Zum vierten Mal in Folge schloss der HSV überwies mit einer positiven wirtschaftlichen Bilanz ab.

Keinerlei Verständnis für die aus dem Aufsichtsrat heraus geäußerten Bedenken an der HSV-Führungsspitze hatte die sportliche Leitung gezeigt. "Hier ist viel geleistet worden, die dafür Verantwortlichen haben sehr gute Arbeit abgeliefert", äußerte der zum Saisonende scheidende Trainer Huub Stevens. Sportchef Dietmar Beiersdorfer: "Es wurde viel bewegt, der Verein hat sich positiv entwickelt."

van der Vaart: "Hoffmann zählt zu unserem Team"

Selbst von Mannschaftskapitän Rafael van der Vaart hatte der alte und nun auch neue Klubboss Rückendeckung erhalten: "Herr Hoffmann zählt zu unserem Team." Und das, obwohl er dem niederländischen Nationalspieler im Spätsommer die Freigabe für den spanischen Erstligisten FC Valencia verweigert hatte.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%