Fußball Bundesliga
Holzhäuser: "Wir sind optimistisch"

Leverkusens Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser gibt sich im SID-Interview vor dem DFB-Pokalfinale optimistisch. Zur Zukunft von Trainer Labbadia sagt er: "Es gibt keinen Treueschwur"

Am kommenden Wochenende steht das DFB-Pokalfinale zwischen Bayer Leverkusen und Werder Bremen an. In einem Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) hat sich Leverkusens Geschäftsführer Wolfang Holzhäuser zu den Titelchancen der Werkself, der Zukunft von Trainer Bruno Labbadia und dem Kader für die neue Saison geäußert.

SID: Wolfgang Holzhäuser, wie groß ist die Zuversicht nach einer verkorksten Saison im DFB-Pokalfinale gegen Werder Bremen noch einen versöhnlichen Abschluss zu schaffen?"

Wolfgang Holzhäuser: "Wir sind optimistisch, dass wir in der Lage sind, Werder zu schlagen. Wir haben in dieser Saison zweimal gegen Bremen gespielt und dabei einmal gewonnen und einmal unentschieden gespielt. Ich denke, Werder liegt uns. Die Mannschaft stellt sich nicht hinten rein. Das kommt uns entgegen."

SID: "Wie sehen Sie die Chancenverteilung?"

Holzhäuser: "Wir nehmen die Außenseiter-Rolle gerne an, aber letztlich werden doch die 90 oder 120 Minuten zeigen, wer die bessere Mannschaft ist?"

SID: "Wie entscheidend ist die Teilnahme am internationalen Geschäft für die kommende Saison?"

Holzhäuser: "In vielerlei Hinsicht ist die Europacup-Teilnahme wichtig. Aus Imagegründen ist es für uns als Klub natürlich bedeutend, international zu spielen. Aber auch aus finanzieller Hinsicht ist eine Teilnahme an der Europa League wichtig. Einnahmen von mindestens drei Mill. Euro sind kein Pappenstil. Als nichteuropäisches Team ist es auch im Hinblick auf Vertragsgespräche mit Spielern schwieriger. Es wäre aber auch kein finanzielles Desaster für uns, sollten wir nächstes Jahr international nicht dabei sein."

SID: "In den letzten Wochen gab es viele Spekulationen um die Zukunft von Trainer Bruno Labbadia. Wie ist der Stand der Dinge?"

Holzhäuser: "Unsere Absicht ist es, mit Bruno Labbadia in die nächste Saison zu gehen. Wir sind mit seiner Arbeit eigentlich zufrieden, auch wenn die Ergebnisse in der Rückrunde enttäuschend waren. Da müssen wir Labbadias Qualitäten von der Bundesliga-Tabelle trennen. Wir werden uns in der nächste Woche mit Labbadia zusammensetzen und die Saison analysieren. So machen wir das jedes Jahr."

SID: "Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es aber keine Job-Garantie, oder?

Holzhäuser: "Es gibt keinen Treueschwur. Wir lassen nächste Woche die Saison Revue passieren und überlegen, ob wir etwas verändern müssen. Ein Trainerwechsel ist dabei das letzte, woran wir momentan denken. Aber nochmal: Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir fest davon aus, dass der Trainer bei uns bleiben wird. Wir lassen uns bei der rationalen, objektiven Analyse von einem Sieg genauso wenig wie von einer Niederlage im Pokalfinale blenden."

SID: "In den letzten Wochen war von einer Spieler-Abstimmung gegen den Trainer zu hören. Was ist an den Spekulationen dran?"

Holzhäuser: "Es ist normal, dass bei schlechten Ergebnissen Gerüchte aufkommen. Damit muss man leben. Es ist aber kein Spieler auf uns zugekommen. Vielmehr war es so, dass Rudi Völler das Gespräch mit einzelnen Spielern gesucht hat. Das ist völlig normal. Das macht ein Uli Hoeneß in München genauso wie ein Dietmar Beiersdorfer in Hamburg."

SID: "Zeitgleich laufen momentan die Kader-Planungen für die kommende Saison. Wie weit ist der Klub bei der Verpflichtung des Schweizer Nationalspielers Eren Derdiyok?"

Holzhäuser: "Wir sind optimistisch, dass wir ihn verpflichten können. Der Spieler hat den Wunsch geäußert, zu uns wechseln zu wollen. Momentan laufen Gespräche mit dem FC Basel über die Höhe der Ablösesumme."

SID: "Toni Kroos wird definitiv auch im nächsten Jahr für Bayer spielen?"

Holzhäuser: "Das ist richtig. Der FC Bayern hat am Montag die Frist zu einer Rückhol-Aktion verstreichen lassen."

SID: "Tranquillo Barnetta hat jüngst seine Unzufriedenheit geäußert. Wird der Schweizer Nationalspieler den Klub verlassen?"

Holzhäuser: "Tranquillo hat einen Vertrag bis 2010. Wir haben den Wunsch, mit ihm zu verlängern. Wir gehen davon aus, dass er in der nächsten Saison bleiben wird. Kommt ein Klub auf uns zu, können wir aber über alles reden."

© SID

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