Fußball Bundesliga
HSV-Aufsichtsratsvorsitzender Bandow tritt zurück

Der krisengeschüttelte Hamburger SV kommt nicht zur Ruhe: Jetzt erklärte der Aufsichtsratsvorsitzende des Bundesliga-Tabellenschlusslichts, Udo Bandow, seinen Rücktritt.

Bundesligist Hamburger SV hat am Freitag den Rücktritt seines Aufsichtratsvorsitzenden Udo Bandow bekannt gegeben. Wie es in einer offiziellen Mitteilung des Tabellenletzten hieß, legte der 75-Jährige das Amt "aus gesundheitlichen Gründen" nieder.

"Die mich betreuenden Ärzte haben mir unter Hinweis auf die erheblichen physischen und vor allem emotionalen Belastungen, die die ehrenamtliche Tätigkeit des Aufsichtsratsvorsitzenden des HSV in den letzten Wochen mit sich gebracht hat, geraten, dieses Amt niederzulegen", erklärte Bandow: "Ich drücke ganz fest die Daumen, dass wir es auch jetzt wieder schaffen. Mein Herz wird weiterhin wie in den letzten 60 Jahren für den HSV schlagen."

Der HSV-Vorsitzende Bernd Hoffmann dankte Bandow, der sich im vergangenen Jahr einer Herzoperation hatte unterziehen müssen, für das langes Engagement. "Udo Bandow hat den Aufsichtsrat des HSV zehn Jahre lang mit unternehmerischer Weitsicht und großem Herz geführt. Er war allerorten ein angesehener Repräsentant des Vereins. Ich danke ihm für die hervorragende Zusammenarbeit der letzten Jahre und wünsche mir, dass er dem HSV weiter eng verbunden bleibt", sagte Hoffmann.

Ex-Präsident Horst Becker als Nachfolger gewählt

Als Nachfolger des seit 1996 amtierenden Bandow wurde auf der Aufsichtsratssitzung am Freitag einstimmig Horst Becker gewählt. Der frühere Präsident des HSV war zuletzt Stellvertreter von Udo Bandow. Ex-Bankier Becker stand den Hanseaten Anfang der 90er-Jahre vor und verpflichtete unter anderem Thomas Doll und Frank Rohde vom einstigen DDR-Serienmeister BFC Dynamo Berlin.

"Ich bedaure den Rücktritt von Udo Bandow nach zehn Jahren enger und freundschaftlicher Zusammenarbeit sehr, kann seine Beweggründe allerdings gut verstehen", sagte Becker und fügte an: "Ich danke meinen Aufsichtsratskollegen für ihr Vertrauen und gehe die Aufgabe mit Entschlossenheit an. Wir befinden uns in einer sehr schwierigen sportlichen Situation. Es ist jetzt wichtig, Geschlossenheit zu demonstrieren."

© SID

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