Fußball Bundesliga
HSV hofft auf Befreiungsschlag in Stuttgart

Thomas Doll hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben: Die Situation beim Hamburger SV wird zwar immer bedrohlicher, doch der Trainer glaubt weiter fest an den Befreiungsschlag und eine glückliche Zukunft bei den Hanseaten. Dabei steht der HSV am Dienstag (20.00 Uhr/live bei arena) beim VfB Stuttgart vor einer äußerst schweren Aufgabe. Bei einem weiteren Sieg des VfB und einem gleichzeitigen Patzer von Werder Bremen beim 1. FC Nürnberg können die Schwaben erstmals seit dem 16. Oktober 2004 sogar die Tabellenführung in der Bundesliga übernehmen.

Davon ist der HSV meilenweit entfernt. Vielmehr droht bei einer weiteren Pleite der erneute Sturz auf einen Abstiegsplatz, und für Doll würde der Arbeitsplatz trotz aller Treueschwüre der Klubführung damit immer unsicherer werden. Das weiß auch der 40-Jährige. "Wenn ich die nächsten sieben Spiele verliere, bin ich hier mit Sicherheit nicht mehr Trainer", sagte Doll ohne Illusionen.

Selbst Vorstandsboss Bernd Hoffmann knüpft die Zukunft von Doll inzwischen offenbar an positive Resultate. "Doll ist ein Eckpfeiler. Aber wir brauchen Ergebnisse - und zwar bald", erklärte Hoffmann.

Doll: "Spielen keinen Angsthasen-Fußball"

In Stuttgart setzt Doll auf den Mut der Verzweiflung. "Wir werden beim VfB ganz bestimmt keinen Angsthasen-Fußball spielen, sondern wollen dort etwas reißen", sagte der Ex-Nationalspieler: "Wir lassen uns nicht hängen, und ich marschiere weiter vorne weg."

Dabei muss Doll auf sieben verletzte Stammspieler verzichten. Zuletzt zog sich auch noch der Argentinier Juan Pablo Sorin einen Muskelfaserriss im hinteren rechten Oberschenkel zu und Thimothee Atouba wird wegen Schmerzen im Schambeinbereich geschont. In den bislang 17 Pflichtspielen (ohne Ligapokal) in dieser Saison, von denen der HSV nur eines gewann, konnte Doll nicht einmal die gleiche Stammformation in Folge aufbieten.

Starker VfB voller Selbstvertrauen

Dagegen sprüht der VfB nach zwei Siegen und sieben Spielen in Serie ohne Niederlage vor Selbstbewusstsein. "Ich denke, dass im Moment keine Mannschaft gerne gegen uns spielt", erklärte der sechsmalige Saison-Torschütze Mario Gomez. Der mögliche Sprung an die Spitze lässt VfB-Trainer Armin Veh aber kalt: "Wir wollen ansehnlichen Fußball mit Leidenschaft spielen. Unsere Ziele machen wir aber nicht an einem bestimmten Platz fest."

Die Tabellenführung will Werder Bremen in Nürnberg ohnehin nicht abgeben. "Das 1:1 gegen Energie Cottbus war kein Formknick. Ich mache mir überhaupt keine Sorgen", sagte Trainer Thomas Schaaf, und Klaus Allofs ist von einem starken Auftritt überzeugt. "Gegen Cottbus waren einige Spieler durch Grippe geschwächt. In Nürnberg werden sie wieder ganz anders auftreten", sagte der Sportdirektor.

Werder will auswärts erneut glänzen

Zuletzt trumpfte Werder auswärts beim 6:0 in Bochum und 6:1 in Mainz sowie beim 3:0 in der Champions League in Sofia jeweils groß auf. Das letzte Auswärtsspiel beim Club, der am Samstag beim 1:2 bei Hertha BSC Berlin seine erste Saisonniederlage hinnehmen musste, verloren die Bremer allerdings mit 1:3.

Borussia Dortmund will mit einem Erfolg gegen Alemannia Aachen die Gunst der Fans im eigenen Stadion zurückgewinnen. Im Falle des fünften Heimspiels in Folge ohne Sieg würde der Druck auf Trainer Bert van Marwijk noch mehr wachsen. Bei Aufsteiger Aachen hat Coach Michael Frontzeck Neu-Nationalspieler Jan Schlaudraff eine Denkpause verordnet. Im vierten Spiel am Dienstagabend hofft der FSV Mainz 05 gegen den VfL Wolfsburg auf ein Ende der Negativserie von neun Partien in Folge ohne Sieg.

© SID

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