Fußball Bundesliga
HSV in Frankfurt zum Siegen verdammt

Bundesligist Hamburger SV steht vor der heutigen Partie bei Eintracht Frankfurt unter enormen Druck. Bereits seit zehn Saisonspielen warten die Hamburger auf einen "Dreier". Diese schwarze Serie soll beendet werden.

Nach der schwachen Vorstellung in der Champions League bei Zska Moskau (0:1) steht Bundesligist Hamburger SV in der Bundesliga unter enormen Erfolgsdruck. Vor der Partie bei der bis dato noch unbezwungenen Truppe von Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr/live bei arena) warten die Hanseaten bereits seit zehn Saisonspielen auf einen "Dreier". Diese schwarze Serie soll heute mit aller Macht beendet werden: "Es wird Zeit, dass der Knoten platzt. Wir schauen positiv nach vorn", sagt Trainer Thomas Doll, der das Abschlusstraining unter Ausschluss der Öffentlichkeit abhielt. In seinem Nachsatz schwingt jedoch schon ein wenig Verzweiflung mit: "Uns bleibt ja auch gar nichts anderes übrig."

HSV-Bosse stehen hinter Doll

Trotz der Negativserie stehen die HSV-Bosse um Vorstandschef Bernd Hoffmann auch vier Tage nach der streckenweise desaströsen Leistung in der Champions League beim russischen Meister Zska Moskau (0:1) zu ihrem Coach. "Zwischen uns und den Trainer passt kein Löschblatt, auch wenn der Gegenwind noch so groß wird", meint Hoffmann und hofft, dass die Mannschaft ihren Fans einen Tag nach dem 119. Geburtstag des Klubs wieder mal ein Geschenk macht.

Außer den spielerischen Defiziten gilt es für Doll auch, die "Rot-Seuche" der Hamburger in den Griff zu bekommen. Neben den umstrittenen Platzverweisen für Torwart Sascha Kirschstein und Stürmer Benjamin Lauth in der "Königsklasse" gab es auch in den bisherigen fünf Bundesligaspielen bereits dreimal Rot für den HSV. So fehlen in Frankfurt außer den verletzten Rafael van der Vaart und Thimothee Atouba auch die gesperrten Collin Benjamin, Guy Demel und Mehdi Mahdavikia.

Die anderen beiden deutschen Champions-League-Vertreter Bayern München und Werder Bremen haben nach ihren Auftritten unter der Woche hingegen wieder Oberwasser. Besonders die Bayern könnten ihre Woche nach den Erfolgen über Alemannia Aachen (2:1) und beim italienischen Meister Inter Mailand (2:0) mit einem Sieg beim VfL Wolfsburg krönen.

"Nicht arrogant und überheblich werden"

"Ich bewerte den Sieg in Mailand nur dann hoch, wenn wir es schaffen, auch in Wolfsburg zu gewinnen", sagt Keeper Oliver Kahn, und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge fordert: "Wir dürfen jetzt nicht arrogant und überheblich werden. Es geht gegen den Tabellenletzten, solche Spiele sind immer gefährlich." Zumal VfL-Coach Klaus Augenthaler sich mit einem Sieg gegen seinen Ex-Klub, für den er in seiner aktiven Zeit 404 Bundesligapartien bestritt, aus der Schusslinie bringen könnte.

Werder genügte derweil eine überzeugende Leistung und ein 1:1 gegen den spanischen Champions-League-Titelverteidiger FC Barcelona, um sich aus seinem "Mini-Tief" zu befreien. Zwar sind die Hanseaten vor der Begegnung gegen Borussia Mönchengladbach nun schon seit sechs Pflichtspielen in Serie ohne "Dreier", doch die Vorstellung gegen "Barca" gab neuen Mut.

Klose fordert drei Punkte gegen Gladbach

"Wir wollen drei Punkte holen - egal wie", betont Torjäger Miroslav Klose: "Wenn wir so spielen wie gegen Barcelona, ist mir nicht angst und bange." Doch auch die Borussia fährt nach ihrem guten Saisonstart durchaus ambitioniert nach Bremen. "Wenn wir in der oberen Tabellenregion bleiben wollen, müssen wir punkten", fordert Sportdirektor Peter Pander.

Oben festsetzen wollen sich auch die Überraschungsmannschaften 1. FC Nürnberg und Energie Cottbus. Der in dieser Spielzeit noch ungeschlagene Club trifft auf den FSV Mainz 05, der Aufsteiger aus der Lausitz reist zu Arminia Bielefeld. Der VfL Bochum hofft derweil, den Schwung aus seinem ersten Saisonsieg am vergangenen Wochenende gegen Bielefeld (2:1) mit in die Partie bei Alemannia Aachen nehmen zu können.

© SID

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