Fußball Bundesliga
HSV kämpft in Bochum ums sportliche Überleben

Dass der Hamburger SV Anfang Dezember Teil des "Keller-Gipfel" der Bundesliga sein würde, hatten selbst kühnste Pessimisten nicht vermutet. Bei Schlusslicht Bochum braucht der Tabellen-17. heute tunlichst drei Punkte.

Der Abstiegskampf beginnt für den Hamburger SV spätestens heute. Trotz einer beispiellosen Verletzungsmisere gehen die Hanseaten aber mit demonstrativem Optimismus in den Abstiegs-Gipfel beim Tabellennachbarn VfL Bochum. Anzeichen von Resignation sind beim HSV auch nach 22 Pflichtspielen mit nur einem Saisonsieg nicht zu entdecken - im Gegenteil: "Ich freue mich auf die Partie", sagte Trainer Thomas Doll, obwohl er wohl nicht einmal mehr 15 gesunde Profis für das "Sechs-Punkte-Spiel" am Samstag (15.30 Uhr/live bei arena) aufbieten kann.

Drei Spieltage vor der Winterpause hilft beiden Teams nur ein Sieg, sonst droht der Verbleib auf einem Abstiegsplatz über den Jahreswechsel hinaus. An der Tabellenspitze hoffen derweil Meister Bayern München im Spiel gegen Borussia Mönchengladbach und "Vize" Werder Bremen im Duell mit Hertha BSC Berlin auf drei Punkte im Kampf um die Herbstmeisterschaft. Tabellenführer Schalke 04 greift mit seinem Gastspiel beim 1. FC Nürnberg dagegen erst am Sonntag (17.00 Uhr) ins Geschehen ein.

Beiersdorfer fordert die Wende

In Hamburg will man mit den Spielen in Bochum, eine Woche später gegen Nürnberg und am letzten Hinrundenspieltag bei Alemannia Aachen die Weichen für eine erfolgreichere Rückrunde stellen. "Wir müssen in diesen drei Begegnungen unbedingt punkten", forderte HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer: "Wir haben die Chance, unsere Ausgangsposition für die Rückrunde deutlich zu verbessern. Wenn uns das gelingt, können wir uns in der Winterpause in Ruhe und mit dem kompletten Kader vorbereiten."

Davon können die Norddeutschen derzeit nur träumen. Neben den Langzeitverletzten Vincent Kompany, Nigel de Jong, Guy Demel und Rene Klingbeil erwischte es in dieser Woche Mario Fillinger (Meniskusriss im linken Knie) und Raphael Wicky (Muskelfaserriss in der Wade). Juan Pablo Sorin ist nach seinem Muskelfaserriss zwar wieder genesen, aber noch nicht 100-prozentig fit. Dazu sind die Einsätze von Thimothee Atouba wegen Adduktorenproblemen und von Paolo Guerrero wegen eines möglichen Virus-Infekts fraglich.

"Wir jammern nicht. Ich hoffe nur, dass wir bald wieder eine vernünftige Vorbereitung haben, bei der alle mal wieder auf dem Trainingsplatz stehen", sagte Doll. In Bochum soll es auch mit dem Rumpfteam mit dem ersten Sieg seit sechs Wochen klappen. "Wir wollen siegesbewusst nach Bochum fahren und eine gesunde Mischung aus Kampf und spielerischer Linie finden", so der HSV-Coach.

Dagegen hofft Bochums Trainer Marcel Koller, die Hamburger Krise mit seinem Team ausnutzen zu können: "Unser Vorteil ist vielleicht, dass wir von Anfang an gesagt haben, dass es für uns nur um den Klassenerhalt geht. Beim HSV hat niemand mit dieser Situation gerechnet.

FC Bayern schielt auf Platz eins

Ihren positiven Lauf fortsetzen wollen indes die Münchner Bayern, die zuletzt drei Siege in Folge verbuchen konnten und die Tabellenspitze bis zur Winterpause zurückerobern wollen. "Wir wollen Herbstmeister werden", erklärte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

In zwei Verfolgerduellen treffen zudem die Tabellennachbarn Borussia Dortmund und VfL Wolfsburg sowie Armia Bielefeld und Bayer Leverkusen aufeinander. Daneben empfängt Energie Cottbus das zuletzt zweimal nacheinander siegreiche Team von Hannover 96.

© SID

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