Fußball Bundesliga
HSV möchte gegen Bochum endlich wieder punkten

In der letzten Saison verlor der Hamburger SV beide Bundesliga-Duelle gegen den VfL Bochum. Mit einem Auswärtssieg heute Abend würde der HSV die Tabellenspitze erklimmen. Das Theater um Rafael van der Vaart ist beendet.

Der dritte Bundesliga-Spieltag wird mit dem Gründungsmitglied eröffnet: Das Theater um Rafael van der Vaart ist beendet, nun beginnt für den Hamburger SV die Jagd auf Tabellenführer Bayern München. Sollte der HSV heute Abend (20.30 Uhr/live bei Premiere) einen Punkt beim VfL Bochum entführen, stünde er zumindest für eine Nacht erstmals seit dem vierten Spieltag der Saison 1999/2000 wieder auf Rang eins. Damit sehnen sich die Hanseaten schon länger nach dem Platz an der Sonne als die Bochumer, die mit einem Sieg vorübergehend ebenfalls die Bayern verdrängen und erstmals seit August 2002 wieder ganz oben stehen würden.

Für HSV-Sportchef Dietmar Beiersdorfer ist der Blick auf die Tabelle allerdings zweitrangig. "Es ist wichtig, dass jetzt wieder Ruhe einkehrt", sagte der Ex-Profi mit Blick auf den Fall van der Vaart, der mit dem Rückzug der Offerte des FC Valencia am Mittwoch seiner Meinung nach ausgestanden ist. "Natürlich ist der Wechsel nach Valencia ein Traum von Rafael gewesen, aber seine Enttäuschung wird allmählich verschwinden. Wir haben viele Aufgaben vor der Brust, die uns alles abverlangen", meinte Beiersdorfer.

"Wichtig ist, wo wir nach 34 Spieltagen stehen"

Auch HSV-Coach Huub Stevens will sich den Blick auf die Tabelle sparen und verlangt vor dem Duell des Tabellenfünften Bochum (4 Punkte) gegen den Zweiten Hamburg (6) volle Konzentration auf den Gegner. "Entscheidend ist nicht der momentane Tabellenplatz, wichtig ist allein, wo wir nach 34 Spielen stehen. Wenn wir die nächsten beiden Spiele verlieren, sieht ja sowieso alles wieder ganz anders aus", sagte Stevens und fügte hinzu: "Wir werden den VfL Bochum bestimmt nicht unterschätzen. Er hat gegen Bremen gut gespielt und in Cottbus gewonnen."

Der HSV hat ohnehin noch eine Rechnung mit den Bochumern offen, verlor er doch in der vergangenen Saison beide Spiele gegen den vermeintlichen Außenseiter. "Es wäre schön, wenn es so weitergehen könnte", sagte VfL-Trainer Marcel Koller: "Wir brauchen aber viel mentale Frische, um diesen starken HSV niederringen zu können."

Koller bangt um den Einsatz von Epalle

Der Schweizer bangt neben dem Ausfall von Außenverteidiger Matias Concha (Oberschenkelverletzung) um den Einsatz von Stürmer Joel Epalle (Bluterguss im Sprunggelenk), sieht sich aber wegen des kräfteraubenden Auftritts beim glücklichen 2:1-Sieg in Cottbus erstmals in seiner Zeit beim VfL "in der komfortablen Lage, rotieren lassen zu können". Auf drei oder vier Positionen, so Koller, könne dies der Fall sein.

Dass die Westfalen so gut gestartet sind, ist laut Torjäger Tommy Bechmann kein Zufall. Obwohl Stützen wie Torschützenkönig Theofanis Gekas (Bayer Leverkusen), Torwart Jaroslav Drobny (Hertha BSC Berlin) und Spielmacher Zvjezdan Misimovic (1. FC Nürnberg) den Klub verlassen haben, ist der Däne überzeugt: "Die Mannschaft hat mehr Potenzial als in der vergangenen Saison. Obwohl der Verein nicht so viel Geld hat, ist überragend eingekauft worden."

Sollte Epalle ausfallen, stünden Stanislav Sestak oder Marcin Mieciel als Sturmpartner des bislang in zwei Spielen dreimal erfolgreichen Dänen bereit.

© SID

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