Fußball Bundesliga
HSV-Trainer Stevens wechselt 2008 zum PSV

Trainer Huub Stevens wird seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag beim Hamburger SV nicht verlängern und zum PSV Eindhoven wechseln. "Es war eine schwierige Entscheidung", sagte der Niederländer.

Der Hamburger SV hat den Kampf um Trainer Huub Stevens verloren. Mit Rücksicht auf seine kranke Ehefrau Toos wird der Niederländer seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag beim Hamburger SV nicht verlängern und im Sommer zum PSV Eindhoven wechseln. Dies gab der 53 Jahre alte Fußball-Lehrer auf einer Pressekonferenz am Montagnachmittag in der Hansestadt bekannt.

"Es war eine schwierige Entscheidung, die ich gemeinsam mit der Familie getroffen habe. Ich kann zu Hause Arbeit und Familie kombinieren", sagte Stevens. "Aber ich habe beim HSV noch etwas zu erledigen. Ich bin weiterhin motiviert, die Saison erfolgreich zu beenden."

18 Jahre beim PSV

Der niederländische Meister, mit dem Stevens als Spieler 1978 den Uefa-Pokal gewann, hatte bereits in den vergangenen Wochen mehrfach versucht, den Niederländer zur Rückkehr in die Heimat zu bewegen. Auch als Jugend-Koordinator hatte er mehrere Jahre in Eindhoven gearbeitet, insgesamt war er 18 Jahre beim Klub. Der Coach hatte jedoch stets beteuert, seinen Kontrakt in der Hansestadt erfüllen zu wollen.

Durch den Wechsel nach Eindhoven kann Stevens weiter seinem Beruf nachgehen und sich gleichzeitig um seine kranke Frau kümmern. Toos Stevens, die seit 32 Jahren mit ihrem Mann verheiratet ist, leidet sein Jahren an einer schweren, chronischen Darmerkrankung und musste bereits mehrfach operiert werden. Bereits zu Beginn des kommenden Jahres muss ein weiterer operativer Eingriff erfolgen.

Hoffmann: "Ich habe großen Respekt für diese Entscheidung"

"Wir hätten gerne mit Huub weiter gearbeitet, aber es gibt Dinge, die wichtiger sind als Fußball", sagte der HSV-Vorstandsvorsitzende Bernd Hoffmann: "Ich habe großen Respekt für diese Entscheidung, die ich selbst genauso getroffen hätte. Wir haben jetzt ausreichend Vorlauf zur Trainersuche." Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer betonte: "Stevens hat ein solides Fundament geschaffen, auf dem sich aufbauen lässt."

Stevens hatte den hanseatischen Traditionsklub im Februar von seinem mittlerweile bei Borussia Dortmund arbeitenden Kollegen Thomas Doll übernommen und vom 18. und letzten Tabellenplatz zunächst in den UI-Cup und später sogar in die Gruppenphase des Uefa-Pokals geführt. Nach einem Auftaktsieg bei Brann Bergen (1:0) hat der Bundesliga-Dritte überdies beste Aussichten, sich für die Runde der letzten 32 Mannschaften im kommenden Jahr zu qualifizieren.

Jan Wouters wird Interimstrainer in Eindhoven

Der zukünftige Arbeitgeber des Erfolgstrainers, der vor zehn Jahren als Coach von Schalke 04 im Uefa-Pokal triumphierte, will sich bis zum Amtsantritt von Stevens mit Interimslösungen begnügen. Bis zum Jahresende soll der ehemalige Bayern-Star Jan Wouters das Team betreuen, anschließend ist Sef Vergoossen als sportlicher Leiter bis Saisonende vorgesehen. Dies erklärte PSV-Sportdirektor Jan Reker.

Eindhoven hatte sich auf Trainersuche begeben müssen, weil Ex-Nationalspieler Ronald Koeman im Oktober zum FC Valencia gewechselt war. Zwei weitere Landsleute und Kollegen von Stevens, Fred Rutten und Martin Jol, hatten sich nicht mit dem PSV einigen können.

© SID

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