Fußball Bundesliga
HSV und Schalke im Fernduell

Zum Abschluss des 29. Spieltags der Bundesliga tritt der Hamburger SV im Kampf um einen Champions-League-Platz heute gegen Borussia Mönchengladbach an. Schalke 04 reist unterdessen zum MSV Duisburg.

Nach der Zuschauerrolle beim Gipfeltreffen in Bremen wollen der Hamburger SV und Schalke 04 ihre Champions-League-Ambitionen untermauern. Am 40. Geburtstag von Trainer Thomas Doll kann der HSV mit einem Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach Platz zwei festigen, während Vizemeister Schalke drei Tage nach dem Einzug ins Uefa-Cup-Halbfinale im zweiten Spiel der Bundesliga heute (beide 17.30 Uhr/live bei Premiere) beim abstiegsbedrohten MSV Duisburg näher an den dritten Rang heranrücken möchte.

Doll verzichtet auf große Feiern

Geburtagskind Doll will aber selbst im Erfolgsfall nicht die Korken knallen lassen. "Die große Party steigt erst im Mai. Ich bin mir aber sicher, dass mir die Jungs ein schönes Geschenk machen werden", erklärte Doll, der Ailton nach seinen Toren gegen Dortmund und in Schalke wohl von Beginn an bringen wird. "Wenn er den Ball hat, geht die Post ab. Mit drei Stürmern kann man den Gegner mehr unter Druck setzen", meint auch der niederländische Spielmacher Rafael van der Vaart.

Allerdings mussten die Norddeutschen in den vergangenen drei Heimspielen zwei Niederlagen hinnehmen. "Da haben wir zu viele Zweikämpfe verloren. In Schalke sah das schon viel besser aus", sagt Doll, der auf Daniel van Buyten (Bänderriss), Raphael Wicky (Wadenverletzung) und den gesperrten Nigel de Jong verzichten muss.

Fohlen hoffen auf Auswärtserfolg

Die Gladbacher wollen unterdessen ihre Auswärtsschwäche ablegen. "Wir müssen uns einfach mehr zutrauen. In den Heimspielen riskieren wir mehr, da darf es eigentlich keinen Unterschied geben", fordert Nationalspieler Marcell Jansen. Die Borussia konnte von den vergangenen 32 Begegnungen in der Fremde nur am 26. September 2005 in Bielefeld gewinnen (2:0).

Schalke will Pflichtsieg einfahren

Der Kür im Uefa-Cup will Schalke hingegen die Pflicht in der Liga folgen lassen. "Das wird keine einfache Aufgabe. Aber wir müssen gewinnen, auch wenn das Siegtor erst in der 89. Minute fällt", so Coach Mirko Slomka, der überraschend doch auf Frank Rost zurückgreifen kann. Der Torhüter hatte beim 1:1 am Donnerstag gegen Lewski Sofia eine Zerrung im Hüftbeugemuskel erlitten, trainierte aber bereits am Samstag ohne Probleme. "Nach einem Trainerwechsel ist eine Mannschaft immer besonders motiviert", erklärte Slomka in Anspielung auf die Situation beim Gegner nach der Beurlaubung von Jürgen Kohler. Mit Duisburgs Interimstrainer Heiko Scholz hat Slomka einst das Fußballlehrer-Diplom erworben.

"Ich habe Schalke etliche Male beobachtet. Ich hoffe, meine Mannschaft taktisch gut einstellen zu können, damit wir den Abstand zum rettenden Ufer wieder etwas verkürzen können", sagt Scholz, der mit seinem Team das 1:1 der Königsblauen im Viertelfinal-Rückspiel gegen Lewski Sofia verfolgt und die "Zebras" schon gegen Bielefeld und in Mainz (jeweils 1:1) als Interimscoach zum Ende der Hinrunde betreut hat.

© SID

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