Fußball Bundesliga
HSV verkürzt Abstand auf Bayern

Der Hamburger SV hat am 15. Bundesliga-Spieltag einen souveränen 3:1 (1:0)-Heimsieg über den 1. FC Köln gefeiert. Thimothee Atouba, Sergej Barbarez und Benjamin Lauth waren für die Hanseaten erfolgreich.

Durch seinen 600. Sieg seit Bestehen der Bundesliga bleibt der Hamburger SV Spitzenreiter Bayern München weiter auf den Fersen. Die seit sechs Punktspielen ungeschlagenen Hanseaten bezwangen den 1. FC Köln mit 3:1 (1:0) und manifestierten damit ihre Rolle als erster Verfolger des deutschen Rekordmeisters.

Die Rheinländer, die nun schon seit elf Wochen auf einen Dreier warten, stehen nach der Pleite derweil weiter im Tabellenkeller. Überschattet wurde die Begegnung von einem Vorfall in der 58. Minute. Der Hamburger Mittelfeldspieler Alexander Laas wurde von einem Wurfgeschoss, das aus dem Kölner Fanblock abgefeuert worden war, am Kopf verletzt.

Vor 55 800 Zuschauern in der ausverkauften AOL-Arena brachte Thimothee Atouba die Gastgeber nach 43 Minuten in Führung. Benjamin Lauth erhöhte auf 2:0 (54.), bevor Björn Schlicke für die Kölner verkürzte (58.). Für die endgültige Entscheidung sorgte Sergej Barbarez mit seinem sechsten Saisontreffer in der 73. Minute.

Die Hamburger hatten zunächst erhebliche Probleme, in die Partie zu kommen. Nachdem sich Unkonzentriertheiten und Ungenauigkeiten im Spielaufbau aneinander gereiht hatten, mussten zu allem Überfluss auch noch Regisseur Rafael van der Vaart verletzt vom Feld. Der Niederländer hat einen Schlag aufs Sprunggelenk bekommen und wurde nach einer Viertelstunde gegen den jungen Laas ausgetauscht.

Auch in der Folgezeit gelang es den Hanseaten nicht, die Kölner dauerhaft unter Druck zu setzen. Die beste Möglichkeit hatte noch Piotr Trochowski, der nach einem schönen Zuspiel von Barbarez jedoch in letzter Minute am Torschuss gehindert werden konnte (25.). Zwei Minuten vor der Pause machte es Atouba dann besser. Der Kameruner überwand Kölns Schlussmann Stefan Wessels mit einem beherzten Schuss aus spitzem Winkel.

Die Gäste präsentierten sich zwar im Spiel ohne Ball geschickt, brachten in der Offensive aber kaum etwas zustande. Einzig Marvin Matip sorgte mit einem Schuss aus 20 Metern ansatzweise für Gefahr (11.).

Sieben Minuten nach dem Seitenwechsel vergab Lauth zunächst die große Chance, die Platzherren mit 2:0 in Führung zu bringen. Keine 120 Sekunden später hatte der Angreifer dann aber mehr Glück. Nach einer Ecke drückte er den Ball aus kurzer Distanz über die Torlinie.

Im Anschluss an den Treffer kam es dann aber zum Eklat. Die Hamburger Jubeltraube wurde aus dem Gästeblock mit Gegenständen beworfen. Ein Trommelstock traf Laas an der Schläfe. Nach kurzer Behandlungspause konnte der zunächst blutüberströmte Youngster aber mit einem Kopfverband weitermachen. Dennoch wirkte die HSV-Elf geschockt und musste vier Minuten später Schlickes Gegentreffer hinnehmen. Barbarez stellte dann aber den alten Vorsprung wieder her.

© SID

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