Fußball Bundesliga
HSV verpasst Sprung auf Platz zwei

Durch ein ereignisarmes 0:0-Unentschieden beim 1. FC Nürnberg hat der Hamburger SV am 23. Spieltag den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz der Bundesliga verpasst.

Dem 1. FC Nürnberg will auch unter Trainer Thomas von Heesen die Wende zum Guten einfach nicht gelingen. Gegen den Hamburger SV kam der deutsche Pokalsieger über ein 0:0 nicht hinaus und steckt damit weiterhin auf einem Abstiegsplatz fest. Unter von Heesen ist der Club nunmehr in allen sechs Pflichtspielen sieglos. Darüber hinaus warten die Franken seit sieben Begegnungen auf einen Sieg in der Bundesliga. Die Gäste wiederum verpassten in einem Spiel auf mäßigem Niveau den Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Acht Spiele in Folge ohne Niederlage konnten da kein Trost für Hamburg sein, denn sechs davon waren Unentschieden.

Pechvogel des Tages für den Club war vor 44 900 Zuschauern diesmal Zvejzdan Misimovic. Der Mittelfeldregisseur scheiterte in der 42. Minute mit einem Foulelfmeter an HSV-Torhüter Frank Rost. Nach einem Foul von Collin Benjamin an Peer Kluge hatte Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) zunächst weiterspielen lassen, erst auf Intervention seines Assistenten entschied der Unparteiische auf Strafstoß. "Da hat er zuviel überlegt", sagte Club-Sportdirektor Martin Bader über Fehl-Schütze Misimovic.

Club-Trainer von Heesen, mit dem Hamburger SV einst deutscher Meister und Europapokal-Sieger, musste auf Mannschaftskapitän Tomas Galasek (Kapselverletzung im Knie) und Jan Koller (Sperre) verzichten, und entschied sich darüber hinaus für eine eher defensive 4-4-2-Aufstellung. Dies entpuppte sich zunächst als wenig wirkungsvoll: Die Franken litten erkennbar darunter, dass sie ohne einen zentralen Mittelstürmer spielten. Die beiden etatmäßigen Flügelspieler Ivan Sajenko und Robert Vittek strahlten kaum Torgefahr aus. Die Chancen der Gastgeber waren spärlich und wenig zwingend.

Auch der Hamburger SV blieb allerdings den Nachweis schuldig, eine Spitzenmannschaft in der Bundesliga zu sein. Spielmacher Rafael van der Vaart war bei Jawhar Mnari weitgehend abgemeldet. Die besten Chancen hatten zunächst Ivica Olic, der zunächst mit einem Kopfball und anschließend mit einem Flachschuss am gut reagierenden Nürnberger Torhüter Daniel Klewer scheiterte. Der 31-Jährige hatte wie erwartet und angekündigt den Vorzug vor Jaromir Blazek erhalten und leistete sich keinen entscheidenden Schnitzer. In der 65. Minute wäre allerdings auch Klewer machtlos gewesen: Ein Schuss von David Jarolim aus rund 22 Metern prallte an die Latte des Nürnberger Tores.

© SID

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