Fußball Bundesliga
Hundt will Kontinuität statt Neuverpflichtungen

Der VfB Stuttgart sucht nach einem Weg aus der Krise. Für den Aufsichtsratsvorsitzenden Dieter Hundt liegt dieser nicht in Neuzugängen in der Winterpause, sondern in konzentrierter Arbeit von Armin Vehs Team.

Der VfB Stuttgart steckt tief in der Krise, doch Dieter Hundt setzt weiter auf Kontinuität und stärkt Mannschaft, Trainer Armin Veh und Manager Horst Heldt gleichermaßen den Rücken. Der Aufsichtsratsvorsitzende des kriselnden deutschen Meisters hat sich aber gegen die von Heldt angedachten Nachverpflichtungen in der Winterpause ausgesprochen. "Falls er kommen sollte, bräuchte er sehr gute Argumente, um mich zu überzeugen. Ich persönlich stehe diesem Thema deutlich distanziert gegenüber", sagte Hundt in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt: "Mit teuren Schnellschüssen in der Winterpause haben wir schlechte Erfahrungen gemacht. Unsere Mannschaft hat genügend Potenzial. Sie muss es nur wieder umsetzen. Und zwar schnell."

Hundt glaubt, dass die Einkäufe des Sommers sich noch durchsetzen werden. "Wir haben kräftig eingekauft, und ich bin sicher, dass die neuen Spieler einschlagen werden, wenn sie voll integriert sind", sagte der Arbeitgeberpräsident und schloss vorzeitige Trennungen von Heldt oder Veh aus: "Manager oder Trainer in Frage zu stellen, wäre der falsche Ansatz. Das kann nach den Erfolgen der letzten 15 Monate nicht sein. Unser Verhältnis ist ungetrübt. Ich habe volles Vertrauen in die sportliche Leitung."

Hundt ärgert sich über "Zufallsmeister" und "Eintagsfliege"

Von Veh erwartet der VfB-Chef nur, dass er so weiter macht wie bisher. "Verstellen kann sich Veh nicht", sagte Hundt: "Wir haben ihn so gewollt, wie er ist. Wir sind mit ihm erfolgreich durch die vergangene Saison gegangen, und wir werden dies auch jetzt tun."

Sorgen macht sich Hundt um das Image seines Klubs, der den jeweils schlechtesten Start eines deutschen Meisters in der Bundesliga und der Champions League hingelegt hat. "Jetzt werde ich teilweise wieder mit Häme empfangen und muss Begriffe wie 'Zufallsmeister' oder 'Eintagsfliege' hören", berichtete der Klub-Chef: "Wir sind kein Zufallsmeister, aber im Moment kann ich diesen Menschen wenig entgegnen. Das Image des Vereins hat schon etwas gelitten, national und international. Das ist bedauerlich, weil wir so gut aufgestellt waren."

Auch bei den Fans befürchtet Hundt einen Stimmungsumschwung. Gegen Lyon sei zum ersten Mal deutlich geworden, "dass die Akzeptanz bei den Fans nicht mehr in dem uneingeschränkten Maße vorhanden ist wie bisher. Irgendwann sind die Sympathien aufgebraucht. Dies ist eine gefährliche Entwicklung, die sich noch verstärken könnte, wenn wir den Abwärtstrend nicht schnellstmöglich stoppen."

© SID

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