Fußball Bundesliga
Huszti stürzt Stuttgart tiefer in die Krise

Meister VfB Stuttgart ist nach der 0:2 (0:1)-Heimpleite am neunten Spieltag gegen Hannover 96 weiter in die Krise gerutscht. Mann des Tages war der Hannoveraner Szabolcs Huszti, der beide Treffer markierte.

Beim deutschen Meister VfB Stuttgart spitzt sich die Krise immer mehr zu. Die Schwaben verloren am neunten Spieltag der Bundesliga mit 0:2 (0:1) gegen Hannover 96 und machten nach den Pleiten bei Hansa Rostock (1:2) sowie in der Champions League gegen den FC Barcelona (0:2) die rabenschwarze Woche perfekt. Zudem sah Kapitän Fernando Meira bei der ersten Heimniederlage in der Liga seit dem 1:3 am 26. August 2006 gegen Borussia Dortmund nach einem absichtlichen Handspiel im Strafraum die Rote Karte (7.) und wird dem VfB in den nächsten Wochen fehlen.

Szabolcs Huszti sorgte mit dem verwandelten Handelfmeter (8.) und einem Kopfball (52.) für Hannovers dritten Auswärtssieg in dieser Saison. Mit dem ersten Erfolg der Niedersachsen in Stuttgart seit dem 22. Mai 1971 setzte sich Hannover zudem in der erweiterten Spitzengruppe fest.

Stuttgart war vor 49 000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion die Verunsicherung deutlich anzumerken. Nach einem Fehler von Meira hätte Huszti schon nach 130 Sekunden für die Führung sorgen können, schoss aber am Tor vorbei. Nur vier Minuten später rettete Meira bei einem Schuss von Huszti kurz vor der Torlinie mit dem Oberarm, wurde von Schiedsrichter Markus Merk (Otterbach) vom Platz gestellt und muss mit einer Sperre von mindestens zwei Spielen rechnen.

Damit spitzt sich auch die Personalnot beim VfB weiter zu. Gegen Hannover musste Trainer Armin Veh ohnehin bereits auf die angeschlagenen Thomas Hitzlsperger, Matthieu Delpierre, Antonio da Silva und Yildiray Bastürk verzichten. Innenverteidiger Serdar Tasci lief trotz einer Nasenoperation in der vergangenen Woche auf, Nationalspieler Roberto Hilbert spielte mit einem angerissenen Band im Sprunggelenk.

Zumindest bemühte sich der VfB in Unterzahl um den Ausgleich. Allerdings waren insbesondere die Leistungsträger wie Hilbert und Nationalstürmer Mario Gomez indisponiert. Auf der Gegenseite verhinderte Stuttgarts Schlussmann Raphael Schäfer mit einer Parade gegen Hanno Balitsch (37.) einen höheren Rückstand vor der Pause.

Die erste Chance nach dem Seitenwechsel hatte Stuttgart, doch Hannovers Keeper Robert Enke wehrte einen Distanzschuss des eingewechselten Ludovic Magnin (49.) ab. Drei Minuten später sorgte Huszti mit seinem dritten Saisontor per Kopf für die Vorentscheidung.

© SID

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