Fußball Bundesliga: Jürgen Klinsmann wird neuer Bayern-Coach

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Jürgen Klinsmann wird neuer Bayern-Coach

Die Bombe ist geplatzt! Jürgen Klinsmann wird ab dem 1. Juli 2008 Trainer des FC Bayern München. Der 43-Jährige tritt die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld an, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. Welt- und Europameister Klinsmann wird am Freitag um 16.00 Uhr auf einer Pressekonferenz in München vorgestellt.

Die Bombe ist geplatzt! Jürgen Klinsmann wird ab dem 1. Juli 2008 Trainer des FC Bayern München. Der 43-Jährige tritt die Nachfolge von Ottmar Hitzfeld an, dessen Vertrag am Saisonende ausläuft. Welt- und Europameister Klinsmann, der in München einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschreibt wurde am Freitag um 16.00 Uhr auf einer Pressekonferenz in München vorgestellt.

Bayern-Präsident Franz Beckenbauer hieß den neuen Mann und zugleich alten Bekannten schon vorher willkommen und lobte trotz der Tatsache, das der neue Trainer fast noch ein "Greenhorn" ist, die Wahl des Vorstandes. "Ich freue mich auf die Zeit mit Jürgen Klinsmann. Ich finde die Entscheidung nicht mutig, sondern klug und durchdacht. Jürgen Klinsmann hatte mit seinen neuen Methoden bei der Nationalmannschaft Erfolg. Und ich bin sicher, er wird auch beim FC Bayern Erfolg haben", teilte der "Kaiser" via Bild mit.

Klinsmann hat bereits einen Erfolg vorzuweisen: Bei der WM 2006 führte er die deutsche Nationalmannschaft als Gastgeber auf Rang drei. Doch seine Erfahrung als Trainer beschränkt sich lediglich auf die zwei Jahre mit der DFB-Auswahl - Klub-Trainer war er nie: "Insgesamt ist es ein spannendes Projekt, dass ein ehemaliger Bundestrainer, der viel bewegt hat, einen deutschen Spitzenklub trainiert", erklärte Joachim Löw, dereinst der Assistent des Bundestrainers Klinsmann und seit dem WM 2006 dessen Nachfolger.

Bayern fackeln nicht lang

Die Bayern ihrerseits haben bei der Suche nach einem Nachfolger für Hitzfeld nicht lange gefackelt. Hitzfeld hatte den Münchnern vor den Weihnachtsfeiertagen mitgeteilt, dass er seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird und dies zu Beginn des neuen Jahres öffentlich gemacht. Daraufhin waren in den vergangenen Kandidaten von Jose Mourinho, Marco van Basten, Frank Rijkaard, Guus Hiddink, Marcello Lippi, Rafael Benitez bis hin zu Jürgen Klopp als mögliche Nachfolger genannt worden.

Die Entscheidung über den Nachfolger für Hitzfeld werde in aller Ruhe gefällt werden, hatte Manager Uli Hoeneß noch am vergangenen Montag angekündigt und erklärt: "Wir haben keine Hektik." Zugleich versicherte er: "Wenn wir uns für einen entschieden haben, dann kriegen wir ihn, so selbstbewusst sind wir." Hoeneß räumte auch ein, dass schon die Suche nach dem neuen Trainer "schwer genug" sei, denn: "Die Schuhe von Ottmar sind groß, und wenn man jemanden in diese Schuhe steckt, muss man sich das reiflich überlegen."

Klinsmanns Berufung kommt unerwartet

Die reifliche Überlegung war so schnell abgeschlossen, dass der Verdacht nahe liegt, dass Klinsmann bei den Bayern längst auf der Kandidatenliste ganz oben gestanden hatte. Seine Berufung ist allerdings ähnlich spektakulär und unerwartet wie im Juli 2004, als er Bundestrainer und damit Nachfolger von Teamchef Rudi Völler wurde.

Auch Klinsmann selbst musste offensichtlich nur kurz überlegen, scheint er beim FC Bayern doch vorzufinden, was er sich vorgestellt hat. "Die Sache ist ganz einfach. Man will mit den richtigen Leuten am richtigen Platz für dieselbe Zielsetzung arbeiten. Es muss alles passen", sagte er zuletzt in einem Interview über die Möglichkeit eines Engegaments als Trainer.

Klinsmann gibt Wohnsitz in Kalifornien auf

Eines ist allerdings auch klar: Seinen Wohnsitz in Kalifornien wird Klinsmann zu Gunsten des FC Bayern aufgeben. Derzeit lebt er noch mit seiner Frau Debbie und seinen beiden Kindern Jonathan und Leila in Huntington Beach in der Nähe von Los Angeles. Der 108-malige deutsche Nationalspieler hatte zumeist von seiner Wahlheimat aus von 29. Juli 2004 bis 12. Juli 2006 als Cheftrainer des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) amtiert und die DFB-Auswahl bei der Weltmeisterschaft 2006 auf den dritten Rang geführt.

© SID

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