Fußball Bundesliga
Kagawa und Barrios lassen Dortmund jubeln

Der märchenhafte Sturmlauf von Borussia Dortmund durch die Fußball-Bundesliga geht weiter. Beim 2:0 (0:0) über den Hamburger SV blieb das junge Team von Trainer Jürgen Klopp auch im elften Spiel in Serie ohne Niederlage.

Borussia Dortmund ist in der Bundesliga derzeit das Maß aller Dinge. Der Tabellenführer setzte seine Erfolgsserie fort und blieb beim 2:0 (0:0) gegen den Hamburger SV zum elften Mal in Folge ungeschlagen. Der Japaner Shinji Kagawa (49.) mit seinem sechsten und Lucas Barrios (70.) mit seinem siebten Saisontor machten den verdienten Erfolg vor 80 720 begeisterten Zuschauern perfekt. Die Hanseaten erlitten hingegen einen bitteren Rückschlag und drohen den Anschluss an die Spitzengruppe zu verlieren.

"Das war eine überragende Leistung unserer Mannschaft. In der zweiten Halbzeit haben wir von der ersten Minute an gezeigt, dass wir unbedingt gewinnen wollten. Wir genießen jetzt den Augenblick", sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. HSV-Kapitän Heiko Westermann war bedient: "Mir fehlen die Worte. Ich weiß auch nicht, was wir gemacht haben, aber auf keinen Fall Fußball gespielt. So eine Leistung ist nicht zu erklären."

Von Beginn an übernahmen die Borussen das Kommando auf dem regenschweren Rasen. BVB-Trainer Jürgen Klopp hatte jene Anfangsformation aufs Feld geschickt, die am vergangenen Sonntag mit dem 4:0 bei Hannover 96 den sechsten Auswärtssieg seit Saisonbeginn und damit einen Liga-Rekord gefeiert hatte. Der HSV, dem in den letzten sechs Pflichtspielen nur ein Sieg gelang, musste hingegen erneut auf ein halbes Dutzend Spieler verzichten, unter anderem auf Torhüter Frank Rost, Torjäger Ruud van Nistelrooy, Marcell Jansen und Eljero Elia.

BVB lässt keinen Spielaufbau der Hamburger zu

Die Dortmunder attackierten bereits im Mittelfeld und erstickten den Spielaufbau der Hanseaten im Keim. Im Vergleich zu den Gastgebern agierte der type="unknownISIN" value="HSV">HSV behäbig und allzu statisch, um die derzeit beste Abwehr der Bundesliga in Verlegenheit zu bringen. In der Offensive versäumten es die Dortmunder jedoch, den nötigen Druck aufzubauen. So blieben Torchancen in der ersten halben Stunde Mangelware.

Der BVB versuchte wie schon in den vergangenen Begegnungen spielerisch zum Führungstreffer zu kommen und ließ auf rutschigem Grün die Chancen zum mitunter effektiveren Distanzschuss ungenutzt. Die erste Möglichkeit ergab sich für die Gastgeber in der 38. Minute, als Lucas Barrios aus spitzem Winkel an HSV-Keeper Jaroslav Drobny scheiterte. Zwei Minuten später verfehlte Mario Götze aus fünf Metern nach einer Flanke von Marcel Schmelzer das Tor.

Weidenfeller ohne Arbeit

Auf der Gegenseite blieb BVB-Torhüter Roman Weidenfeller fast eine Stunde lang nahezu arbeitslos, während auf der Gegenseite Kollege Drobny erstmals hinter sich greifen musste. Nach einer Vorlage von Lukasz Piszczek schob Kagawa den Ball aus fünf Metern ins Hamburger Gehäuse.

Dortmunds Trainer Jürgen Klopp hatte offenbar in der Halbzeitansprache den richtigen Ton getroffen, denn seine Mannschaft agierte nach dem Wechsel wesentlich aggressiver und zielstrebiger. HSV-Torhüter Drobny stand in der Folge mehrfach im Blickpunkt, war jedoch an dem zweiten Treffer nach einer sehenswerten Kombination, die Barrios problemlos zum 2:0 abschloss, machtlos. Am Ende verpasste es die Borussia, ihre enorme Leistungssteigerung in den zweiten 45 Minuten mit weiteren Treffern zu krönen.

© SID

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