Fußball Bundesliga
Kahn hält Diskussionen um Magath für "Blödsinn"

Trotz des eher schwachen Bundesliga-Starts des FC Bayern München hat Torhüter Oliver Kahn seinem Coach Felix Magath den Rücken gestärkt. "Über den Trainer zu diskutieren, ist absoluter Blödsinn", erklärte der Routinier.

Bayern Münchens Torhüter Oliver Kahn hat trotz des eher schwachen Saisonstarts des Rekordmeisters keinerlei Zweifel an Coach Felix Magath. "Über den Trainer Magath zu diskutieren, ist absoluter Blödsinn", sagte der Mannschaftskapitän im "kicker". Zugleich versicherte er, die Lage beim deutschen Rekordmeister, der in der Fußball-Bundesliga bereits zweimal verloren hat, sei lange nicht so misslich wie vermutet. "Es ist gar nichts passiert. Wegen der Tabelle mache ich mir gar keine Sorgen."

"Er macht das optimal"

Angesichts der jüngsten Forderungen aus dem Vorstand, Magath müsse gegenüber der Mannschaft künftig härter durchgreifen, mahnte Kahn vielmehr eine größere Geschlossenheit an. "Ich finde es total richtig, wie der Trainer mit dem Team umgeht. Er macht das optimal", sagte der 37-Jährige und ergänzte: "Außerdem sind wir alle ein Team: Spieler, Trainer, Vorstand. So sollten wir auftreten. Uns werfen schon genug Leute Knüppel zwischen die Beine."

Kahn machte auch deutlich, dass die Mannschaft selbst in der Verantwortung stehe. "Wir müssen lernen, uns als Mannschaft geistig mehr zu quälen. Wir brauchen keine Ausreden." Der Bayern-Kapitän gab sich darüber hinaus zuversichtlich, dass der aktuelle Kader mehr Qualität habe als jener, der 2001 die Champions League gewann. "Es geht mir darum, was ich bereit bin, mir abzuverlangen. Der Wille 2001 war so groß, er hätte nicht in die Allianz-Arena gepasst."

"Torwart-Titan" fordert bessere Einstellung von seinen Mitspielern

Was die Mannschaft noch benötige, sei eine größere Leistungskonstanz, glaubt Kahn. Er sei zu "hundert Prozent davon überzeugt", erklärte er, "dass wir in dieser Saison noch Großes erreichen." Dafür aber müssten seine Mitspieler verstehen, dass sie sich auch "in den kleinen Spielen alles abverlangen müssen" und sich deshalb auch selbst hinterfragen sollten: "Mit 37 versuche ich immer noch, jedes Trainingsspiel zu gewinnen. Diese Einstellung wünschte ich mir häufiger."

Kahn räumte auch ein, dass die Stärken des abgewanderten Nationalmannschaftskapitäns Michael Ballack bei Standards, dessen "Kopfballtore aus dem Nichts", dem FC Bayern abgehe. Er versicherte aber auch: "Die jetzigen Probleme können wir abstellen."

© SID

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