Fußball Bundesliga
Kahn hält sich Hintertür beim FC Bayern offen

Oliver Kahn steht womöglich auch in der Saison 2008/09 im Tor des FC Bayern München. "Man muss sich im Fußball davor hüten, sich so absolut festzulegen", relativierte Kahn Aussagen über ein definitives Karriere-Ende.

Oliver Kahn hat die Fortsetzung seiner Karriere als Torwart beim FC Bayern München über das Ende der kommenden Saison hinaus nicht völlig ausgeschlossen. "Man muss sich im Fußball davor hüten, sich so absolut festzulegen. Es passieren so viele überraschende Dinge. Innerlich ist es für mich klar, dass es meine letzte Saison für den FC Bayern ist. Aber man weiß natürlich nicht, was passiert", sagte der ehemalige Nationaltorwart in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt.

Kahn schreibt am "Kahn-Prinzip"

"Was ist zum Beispiel, wenn sich - was ich ihm um Gottes Willen natürlich nicht wünsche - Michael (Ersatztorwart Michael Rensing, d.Red.) zwei oder drei Monate vor Saisonende verletzt? Vielleicht heißt es dann doch, dass ich noch eine Saison machen muss", meinte Kahn, der im Trainingslager in Donaueschingen momentan an seinem eigenen Buch schreibt.

Vor ein paar Monaten habe er damit begonnen und für seine erste Seite über fünf Stunden gebraucht. Jetzt seien es nur noch zehn Minuten pro Seite, "und es läuft wirklich momentan sehr flüssig". Voraussichtlich werde das Buch den Titel "Das Kahn-Prinzip" tragen.

"Ich glaube, dass jeder von der inneren Einstellung profitieren kann, die ein Toptorhüter haben muss. Es geht um die notwendigen inneren Voraussetzungen, die ein Wettkämpfer benötigt, um erfolgreich sein zu können. Ich beschreibe die Mechanismen, die mich dahin gebracht haben, wo ich war und bin. Zudem gibt mir das auch die Möglichkeit, einige Dinge noch einmal aufzuarbeiten, die ich erlebt habe", erklärte der Vize-Weltmeister von 2002.

Stars als Gefahr

Kahn meinte, es sei ein "perfekter Abschluss", wenn er die Saison mit der Veröffentlichung seines Buches und dem Gewinn des Meistertitels beenden könnte. Im Hinblick auf die sportliche Zielsetzung ist er optimistisch: "Die einzige Gefahr bei einer so hohen Anzahl an Stars besteht eben darin, dass es irgendwie nicht zusammenpasst. Diese Gefahr ist immer latent gegeben, auch diesmal. Aber mit Ottmar Hitzfeld haben wir einen erfahrenen Mann, der es gewohnt ist, mit so einer großen Ansammlung an Topspielern umzugehen.

© SID

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