Fußball Bundesliga
Kahn plant seine Zukunft in Asien

Nach seiner "definitiv letzten Saison" in der Bundesliga sieht Oliver Kahn seine Zukunft in Asien. Dort hat der "Titan", der sein neues Buch "Das Kahn-Prinzip" plant, Nachholbedarf in Sachen Torwartspiel ausgemacht.

Für die Zeit nach 2008 hat Oliver Kahn schon recht konkrete Pläne. Der Torhüter will seine Karriere nach Ablauf der kommenden Saison nur im Notfall fortsetzen, seine Zukunft sieht er aber vielmehr in Asien. "Ich bin nächstes Jahr 39 Jahre alt, da sollte man irgendwann die kurze Sporthose ausziehen. Danach habe ich einige Dinge in Asien geplant. Da gibt es unheimlichen Nachholbedarf, etwa was das Torwartspiel betrifft. Es kann sehr interessant sein, da Entwicklungshilfe zu leisten", sagte der 38-Jährige am Rande des Bayern-Trainingslagers in Donaueschingen.

Seit der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea, wo er zum besten Spieler des Turniers gekürt wurde, sei er in Asien "nicht ganz unbekannt", meinte Kahn: "Ich habe diese Länder immer wieder besucht, war in China, Japan und Korea und habe dort viele Freunde gewonnen. Die Mentalität der Leute dort liegt mir sehr. Ich freue mich auf die Zeit dort, und die Arbeit wird mich sicher ein paar Jahre in Anspruch nehmen."

"Das ist meine letzte Saison"

2009 werde er nur noch dann weiterspielen, wenn sich Michael Rensing, der beim FC Bayern als sein Nachfolger vorgesehen ist, schwer verletzt. "Aber für mich persönlich ist es absolut klar, dass das meine letzte Saison ist", sagte er. Seine Laufbahn bei einem anderen Klub ausklingen zu lassen, kommt für Kahn auch nicht in Frage. "Dafür bin ich nicht der Typ."

Kahn freut sich auf die kommende Spielzeit mit dem für knapp 70 Mill. runderneuerten Bayern-Kader. "Spaß macht es beim FC Bayern immer nur dann, wenn du auf Platz eins stehst. Deshalb gehe ich davon aus, dass wir in dieser Saison sehr viel Spaß haben und ich sehr gut gelaunt sein werde", sagte er. Die Mannschaft habe die "Möglichkeit, auf allen Hochzeiten zu tanzen und dabei alle Titel zu gewinnen. Das ist auch mein Ziel, mein Bestreben. Wenn man 13, 14 Jahre gespielt hat, möchte man sich nicht mit einer Saison wie der letzten verabschieden."

Neues Buch: "Das Kahn-Prinzip"

Nach seinem Abschied werde er sich intensiver seinem geplanten Buch widmen, ergänzte Kahn. "Das Kahn-Prinzip", wie es wohl heißen wird, soll keine Biographie sein. "Es geht dabei nicht nur um den Sportler, sondern um alle, die versuchen, erfolgreich zu sein. Es ist aber sicher auch eine Möglichkeit, die Dinge nach 20 Jahren im Profifußball Revue passieren zu lassen", erklärte er.

© SID

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