Fußball Bundesliga
Kehrtwende im Fall Frank Rost

Frank Rost will seinen bis 2009 laufenden Vertrag bei Schalke 04 offenbar doch erfüllen, kritisiert aber die Kommunikation mit Manager Andreas Müller. "Ich erfahre alles nur aus den Medien", sagte der Torhüter.

Nach seiner Degradierung zur Nummer zwei beim Bundesligisten Schalke 04 standen die Zeichen auf einen Abschied von Torhüter Frank Rost. Überraschend erklärte der viermalige Nationalspieler jetzt gegenüber dem Reviersport: "Ich gehe davon aus, dass ich bis 2009 bleibe."

Gleichzeitig übte der 33-Jährige aber Kritik an Manager Andreas Müller. "Ich erfahre alles nur aus den Medien, mit mir spricht Herr Müller ja nicht. Ich muss mir in meinem Urlaub wohl alle Zeitungen kaufen, um zu erfahren, wie der Stand der Dinge ist", sagte Rost, der zuletzt erklärt hatte, dass er kein Sitzfußballer sei und unbedingt spielen wolle.

Rost will in der Rückrunde wieder angreifen

Der Schlussmann war am 5. November dieses Jahres vor dem Spitzenspiel gegen Meister Bayern München (2:2) vom 20-jährigen Manuel Neuer abgelöst worden. Trainer Mirko Slomka hatte den Wechsel mit "fehlendem Glück" seiner bisherigen Nummer eins erklärt. Zuletzt hatte der abstiegsbedrohte Hamburger SV Interesse an Rost gezeigt. Inzwischen bemüht sich auch Rosts neuer Berater, der ehemalige Präsident des 1. FC Kaiserslautern, Rene C. Jäggi, um eine Lösung für seinen Klienten. Am Dienstag nahm der Schweizer daher Kontakt mit Müller auf.

"Das war nur ein informelles Gespräch. Ich wollte ihm sagen, was ich jetzt mache, es ging nicht um einen Wechsel von Rost", sagte Jäggi und ergänzte: "Die Dinge haben Frank ein wenig überrollt, aber es ist sein Ziel, sich auf Schalke durchzusetzen. Er will nach seinem Urlaub neu angreifen und den Kampf um die Nummer eins im Schalker Tor annehmen."

© SID

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