Fußball Bundesliga
Kein DFB-Freibrief für Bayern im Fall Klose

Zwischen der DFL und dem DFB bahnt sich im "Fall Klose" womöglich ein Streit an. Während die Liga von Sanktionen gegen den FC Bayern absieht, will der DFB die Vorgehensweise des Rekordmeisters weiter prüfen.

Bei der Behandlung des Falles Miroslav Klose/Bayern München gibt es offenbar unterschiedliche Auffassungen zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und der Deutschen Fußball Liga (DFL). Nachdem Holger Hieronymus, DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb, im kicker-Interview erklärte hatte, es werde keine Sanktionen gegen den deutschen Rekordmeister geben, widersprach der DFB und sieht den Casus keineswegs als abgeschlossen an.

"Die Akte Klose ist nicht geschlossen. Der DFB-Kontrollausschuss-Vorsitzende Horst Hilpert befindet sich mit dem DFL-Geschäftsführer Holger Hieronymus darüber im Gespräch und hat Herrn Hieronymus gebeten, ihm die schriftlichen Unterlagen zu übermitteln. Hilpert wird den Fall prüfen", sagte DFB-Mediendirektor Harald Stenger am Donnerstag auf sid-Anfrage. Am Freitag tagt das DFB-Präsidium. Möglicherweise wird das Thema am Rande der Sitzung zwischen DFB- und DFL-Spitze diskutiert.

Hieronymus hatte erklärt: "Wir hatten die Beteiligten zu Stellungnahmen aufgefordert. Diese besagen, dass es sich um ein informelles Gespräch gehandelt habe. Bremen hat offiziell keine Beschwerde eingelegt. Vor diesem Hintergrund können wir die Sache nicht weiterverfolgen." Hieronymus selbst ist nicht glücklich und möchte die Statuten ändern, womit dann kein Unterschied zwischen einem informellen Gespräch und einer Vertragsverhandlung gemacht werde: "Wir wollen das nicht mehr unterscheiden und dementsprechend die Statuten ändern."

Bayern München hatte sich am 24. April, zwei Tage vor dem Uefa-Cup-Halbfinal-Hinspiel von Kloses Arbeitgeber Werder Bremen bei Espanyol Barcelona (0:3), mit Klose in Hannover getroffen. Gemäß der "Lizenzordnung Spieler" der DFL dürften die Münchner mit einem Akteur jedoch nicht direkt in Kontakt treten. Dies wäre erst ein halbes Jahr vor Vertragsende gestattet, es sei denn, der andere Verein wird vor der Aufnahme von Verhandlungen schriftlich darüber informiert.

© SID

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