Fußball Bundesliga
Kein Sieger zwischen Nürnberg und Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg muss nach einem 1:1-Unentschieden beim ersatzgeschwächten 1. FC Nürnberg weiter um den Klassenerhalt bangen. Krzynowek (17.) brachte die "Wölfe" in Führung, Wolf (23.) konnte für den "Club" ausgleichen.

Der VfL Wolfsburg steckt weiter mitten im Bundesliga-Abstiegskampf. Nach zwei Niederlagen kamen die Niedersachsen beim 1. FC Nürnberg nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus und verpassten dadurch erneut die Möglichkeit, sich von den gefährdeten Mitkonkurrenten ein wenig abzusetzen. Der Club, dem in der Endphase der Saison ein wenig die Puste auszugehen scheint, steht zumindest bis Sonntagnachmittag wieder auf Rang fünf, der zur direkten Teilnahme am Uefa-Cup berechtigt.

Nach einer Vorlage von Marcelinho, der nach einem Fehlpass des ansonsten guten Marco Engelhardt den Ball 50 Meter diagonal über das Feld schlug, hatte der frühere Nürnberger Jacek Krzynowek die Gäste mit einem Flachschuss zunächst in Führung gebracht (17.). Nur sechs Minuten später köpfte Andreas Wolf mit seinem ersten Bundesliga-Tor im 83. Einsatz zum Ausgleich ein (23.).

Ansonsten sahen die 46 200 Zuschauer im Nürnberger WM-Stadion ein niveau- und ereignisarmes Spiel. Die Gastgeber ließen den Elan vergangener Heimauftritte vermissen, der VfL blieb über weite Strecken völlig harmlos, obwohl die Nürnberger Abwehr nicht immer sicher wirkte. Größte Aufreger neben den Treffern waren Schüsse von Markus Schroth ans Außennetz (63.) sowie des drei Minuten zuvor eingewechselten Kamani Hill knapp neben das Nürnberger Tor (73.).

Beide Mannschaften neutralisierten sich über weite Strecken, Gelegenheit zu Torchancen gab es kaum. Bei den Nürnbergern bemühte sich in Abwesenheit von Stratege Tomas Galasek, der die Sperre für seine fünfte Gelbe Karte verbüßte, Engelhardt um den Spielaufbau. Der dreimalige Nationalspieler ließ dabei gute Ansätze erkennen. Gefahr ging aber vor allem vom quirligen Angreifer Iwan Saenko aus.

Marcelinho trat mit Ausnahme der Torvorlage und gefährlichen Freistößen kaum in Erscheinung. Nürnbergs Trainer Hans Meyer, seit seiner Tätigkeit bei Hertha BSC Berlin bestens mit dem Brasilianer vertraut, hatte für den Spielgestalter in Matthew Spiranovic einen Sonderbewacher abgestellt: Der 18 Jahre alte Australier löste die kniffelige Aufgabe gut.

Da Marcelinho kaum zur Geltung kam, fehlte den Wolfsburgern nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Energie Cottbus sowie Arminia Bielefeld (jeweils 2:3) die Kreativität im Angriff. Die beste Chance in der zweiten Halbzeit hatte Krzynowek, der mit seinem Schuss aus 15 Metern aber am hervorragend reagierenden Club-Torhüter Rafael Schäfer scheiterte.

© SID

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