Fußball Bundesliga
Kind zurück auf der Kommandobrücke

Nur ein Jahr nachdem Martin Kind das Präsidentenamt bei Hannover 96 niedergelegt hatte, ist der Hörgeräte-Unternehmer wieder zurück. Der bisherige Vereinsboss Götz von Fromberg erklärte seinen Rücktritt.

Martin Kind ist bei Hannover auf die Kommandobrücke zurückgekehrt. Ein Jahr nach seinem Rücktritt als Präsident des Bundesligisten hat der 62-Jährige zusammen mit Gregor Baum und Michael Schiemann die Gesellschaftsanteile von Carsten Maschmeyer und Gert Lehker übernommen, was ihn zum alleinigen Hauptgesellschafter des Klubs macht. Ferner strebt Kind den Vorsitz des Aufsichtsrates an.

Damit hat der Hörgeräte-Unternehmer die Fäden erneut in der Hand und könnte einen neuen Klubboss installieren. Der bisherige Vereinschef Götz von Fromberg, der allerdings aufgrund seines Notariats nur den Amateurabteilungen vorstehen konnte, trat nach den strukturellen Umwälzungen zurück.

Er könne seine Ziele nur umsetzen, wenn er mitentscheide und der Verein nicht durch gegensätzliche Auffassungen Schaden nehme, erklärte der Jurist, der mit Kind in vielen Punkten nicht auf einer Linie liegt.

Auch Maschmeyer, Vorstandschef des Stadionsponsors (AWD), und Kind waren zuletzt bei einigen Dingen unterschiedlicher Auffassung. Der Geldfluss und die Namensgebung für die Arena der Niedersachsen bleiben von Maschmeyers Rückzug allerdings unberührt. Ein neuer Vertrag soll kurz vor dem Abschluss stehen.

Auch die Struktur der 96-Geschäftsführung mit Ilja Kaenzig und Karl-Heinz Vehling verändert sich nicht. "Ich werde engagiert im Hintergrund arbeiten, damit 96 weiter vorankommt", erklärte Kind.

© SID

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