Fußball Bundesliga
Klassiker in München: Bayern empfängt Werder

Vizemeister Werder Bremen will sich am fünften Spieltag im Klassiker bei Meister Bayern München aus der Krise schießen. Das geplante Comeback von Franck Ribery ist indes geplatzt.

Mit dem Rückenwind aus der Champions League plant Rekordmeister Bayern München den Sprung an die Tabellenspitze, doch ausgerechnet der taumelnde Vizemeister Werder Bremen will das am fünften Spieltag der Bundesliga verhindern.

"Ich sehe uns nicht chancenlos."

"Die Partie bei den Bayern ist die beste Gelegenheit, die Dinge wieder geradezurücken. Ich sehe uns nicht chancenlos, wir haben uns vorgenommen, etwas zu holen. Von der Tendenz her ist Bayern aber Favorit", sagte Bremens Manager Klaus Allofs vor dem Spitzenspiel heute (15.30 Uhr) in der Münchner WM-Arena.

Nach nur einem Sieg aus vier Ligaspielen und dem peinlichen 0:0 zum Auftakt der Champions League gegen Anorthosis Famagusta müssen die Bremer nun endlich ins Rollen kommen, um den Saisonstart nicht völlig zu verpatzen. Trainer Thomas Schaaf und Kapitän Frank Baumann, der nach überstandenen Rückenproblemen gegen die Bayern wieder im Kader steht, bemängelten zuletzt vor allem die fehlende Motivation der vermeintlichen Spitzenelf.

Kapitän Baumann kritisiert das Team

"Wir haben ein Einstellungsproblem. Ich vermisse den Erfolgshunger und den absoluten Siegeswillen", polterte Baumann. Dass der Kapitän mit der Bremer Tradition brach, Probleme zunächst im internen Kreis zu erörtern, gefiel in diesem speziellen Fall sogar Trainer Schaaf. "Das ist gut so", war Schaafs lapidare Antwort auf die Angriffe Baumanns gegen die eigene Mannschaft.

An Selbstkritik mangelt es den Bremer Profis aber derzeit nicht. "Es ist klar, dass wir nach nur einem Sieg aus vier Spielen etwas ändern müssen. Wir wissen, dass wir es besser können. Gegen die Bayern stehen die Chancen 50:50", sagte Werder-Spielmacher Diego. Auch der bislang noch weit von seiner Topform entfernte Peruaner Claudio Pizarro hat sich gegen seinen Ex-Klub einiges vorgenommen: "Wenn ich in München zwei bis drei Tore mache, dann sind es vielleicht zehn Prozent, die mir noch fehlen. Ansonsten vielleicht mehr. Eigentlich sind wir so stark wie die Bayern."

"Für Werder gibt es in München nichts zu holen."

Während sich die Bremer, die voraussichtlich auf die verletzten Hugo Almeida und Daniel Jensen verzichten müssen, mit aller Macht starkreden, gehen die Bayern nach dem 1:0-Erfolg in der Königsklasse in Bukarest mit breiter Brust in die Partie. "Für Werder gibt es in München nichts zu holen", sagte Daniel van Buyten, der mit seinem Treffer zum 1:0 in Rumänien zum Matchwinner avancierte. Keeper Michael Rensing meinte: "Für Bremen ist die Saison bislang nicht optimal gelaufen, gegen uns soll das nicht anders werden."

Das mit Spannung erwartete Comeback von Mittelfeldstar Franck Ribery beim deutschen Rekordmeister ist vorerst geplatzt. Nach Informationen der französischen Tageszeitung L Equipe zog sich der 25-Jährige bereits am Donnerstag im Training eine Zerrung im Oberschenkel zu und fällt damit definitiv für das Spitzenspiel aus.

Drei Sonntagsspiele

Neben dem Spitzenspiel finden heute nur vier weitere Erstligaspiele statt. Die Uefa-Cup-Teilnehmer VfL Wolfsburg und Hamburger SV (im direkten Duell), der VfB Stuttgart (gegen den Karlsruher SC) und Borussia Dortmund (bei 1 899 Hoffenheim) erhielten von der Deutschen Fußball Liga (DFL) einen zusätzlichen freien Tag und müssen erst am Sonntag (17.00 Uhr) ran.

Unterdessen will sich Schalke 04 heute mit einem Sieg gegen die noch sieglose Frankfurter Eintracht in der Spitzengruppe festsetzen. "Wir wollen der Chef in unserem Stadion sein und drei Punkte holen", sagte Schalke-Coach Fred Rutten. Wieder an Bord ist Nationalspieler Kevin Kuranyi, der im Uefa-Cup-Spiel bei Apoel Nikosia (4:1) wegen einer Zerrung im Hüftbeuge-Muskel fehlte.

Auf den ersten Saisonsieg hofft derweil Energie Cottbus gegen den VfL Bochum. Doch selbst bei einer weiteren Niederlage muss Energie-Coach Bojan Prasnikar nicht um seinen Job bangen. Unter größerem Druck steht Michael Frontzeck mit dem Tabellenvorletzten Arminia Bielefeld vor dem Heimspiel gegen den 1. FC Köln. Unterdessen hofft Ex-Nationalspieler Oliver Neuville im Heimspiel von Borussia Mönchengladbach gegen Hertha BSC Berlin auf sein Comeback. "Ich will so schnell wie möglich spielen", meinte der 35-Jährige.

© SID

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