Fußball Bundesliga
Klaus Allofs verlängert bei Bremen bis 2012

Klaus Allofs hat seinen Vertrag als Geschäftsführer Profifußball beim Bundesligisten Werder Bremen vorzeitig verlängert. Der neue Kontrakt des Ex-Profis läuft bis 2012.

Klaus Allofs hat seinen Vertrag als Geschäftsführer Profifußball beim Bundesligisten Werder Bremen vorzeitig bis 2012 verlängert. Am Montag gaben der Europameister von 1980 und der Aufsichtsrat des Vereins die Einigung über eine vorzeitige Vertragsverlängerung bekannt und beendeten damit endgültig Gerüchte über einen Wechsel von Allofs 2009 zum deutschen Rekordmeister Bayern München.

"Bin froh, bis 2012 zu bleiben"

"Ich habe hier einen Job, den viele gerne machen würden und bin froh, bis 2012 zu bleiben", sagte Allofs: "Ich gehe mit viel Motivation in die nächsten Jahre. Wir wollen hier noch viel erreichen." Der Aufsichtsratschef Willi Lemke betonte: "Die Verhandlungen waren nie kompliziert und von gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung geprägt. Wir würden ihn gerne bis zur Rente behalten."

Allofs ist seit 1999 für den Profifußball bei den Norddeutschen verantwortlich. Zunächst war er als Vorstandsmitglied tätig, nach der Ausgliederung des Profifußballs aus dem Gesamtverein am 27. Mai 2003 wurde er vom Aufsichtsrat zum Geschäftsführer berufen. Die Mannschaft hat sich in der Amtszeit von Allofs unter dem ebenfalls seit 1999 tätigen Trainer Thomas Schaaf als zweite Kraft im deutschen Fußball nach Bayern München etabliert.

Das Team gewann 2004 das Double aus Meisterschaft und Pokal und spielte in dieser Saison zum vierten Mal in Folge in der Champions League. "Wir haben den Vertrag auf Grund der sensationellen Leistungen des Erfolgsduos Schaaf/Allofs gerne verlängert", unterstrich Lemke: "Es heißt ja immer: Never change a winning team." Schaaf freute sich ebenfalls: "Das ist auch für mich eine gute Entscheidung. Er ist ein hervorragender Partner."

Erste Gespräche schon Anfang des Jahres

Erste Gespräche über eine Vertragsverlängerung gab es Anfang des Jahres. Der Durchbruch wurde bereits am Donnerstag erzielt. "Ich musste etwas länger überlegen, aber das hatte nichts mit Werder sondern mit meiner persönlichen Situation zu tun", räumte Allofs ein, "es war im Herzen eine ziemlich einfache Entscheidung. Die Gespräche in den letzten Tagen waren nur noch der Feinschliff."

Insbesondere das gute Auge für Neuzugänge ist ein wesentliches Erfolgsmerkmal der Grün-Weißen unter Allofs und Schaaf, dessen Vertrag bis 2010 läuft. Jüngstes Beispiel ist Superstar Diego, den sie 2006 von der Ersatzbank des FC Porto verpflichteten. Auch die Transfers von Johan Micoud, Naldo, Per Mertesacker, Miroslav Klose und Tim Wiese waren Volltreffer. "Die Spieler entwickeln sich bei uns immer noch weiter", erklärte Allofs das Erfolgsgeheimnis, "viele fühlen sich bereits nach einer Woche bei uns zuhause."

Auch Hoeneß hält große Stücke aus Allofs

Angesichts der großen Erfolgsquote in der Personalpolitik war Allofs auch bei den Bayern als Nachfolger von Uli Hoeneß im Gespräch, der 2009 sein Amt abgeben will, um Nachfolger von Franz Beckenbauer als Aufsichtsratsvorsitzender zu werden. Noch am Sonntag hatte Hoeneß in Hannover erklärt: "Ich habe immer gesagt, dass Klaus ein ausgezeichneter Mann ist. Wenn ich einen Nachfolger aussuchen könnte, dann würde er dazu zählen."

Lemke blieben diese Avancen aus München natürlich nicht verborgen. "Ich hatte keine Angst, aber ein bisschen Sorge, dass ich die Enttäuschung erleben könnte, dass Allofs zu einem Mitbewerber wechselt. Aber wir haben uns große Mühe gegeben, dass dieser schlimmste Fall nicht eintritt."

© SID

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