Fußball Bundesliga
Klinsmann: Hätte Bayern zum Meister machen können

Jürgen Klinsmann ist drei Wochen nach seinem Rauswurf bei Bayern München erstmals öffentlich in die Offensive gegangen. "Viele Dinge wurden mir angekreidet, für die ich nichts konnte", sagte Klinsmann vor seinem Auftritt am Mittwochabend bei RTL (ab 22.15 Uhr).

HB MÜNCHEN. Der ehemalige Münchner Chefcoach, von dem sich der FC Bayern am 27. April getrennt hatte, wird sich bei "Stern TV" den Fragen von Günther Jauch stellen. Er ist zudem nach wie vor davon überzeugt, dass er mit dem deutschen Meister den Titel gewonnen hätte. "Das war eigentlich das Schmerzlichste an der Sache, dass man das Gefühl hatte, man hätte diesen Job erledigen können. Ich hätte die Mannschaft zur Meisterschaft führen können", erklärte Klinsmann bereits im Vorfeld der Sendung.

Der FC Bayern hatte Klinsmann fünf Spieltage vor dem Saisonende entlassen, nachdem der 44-Jährige mit dem Rekordmeister im Viertelfinale der Champions League und des DFB-Pokals gescheitert war und auch in der Liga die Erwartungen nicht erfüllen konnte. Jupp Heynckes betreut den FC Bayern als Interimslösung bis Saisonende, ab 1. Juli haben die Münchner den Niederländer Louis van Gaal verpflichtet.

Bayerns Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge wollte das in einem Gespräch mit dem Pay-TV-Sender Premiere nicht kommentieren: "Wenn man sich von einem Trainer trennt, ist das nie eine sympathische Angelegenheit. Wir vom Vorstand haben Jürgen zugesichert, dass wir keine schmutzige Wäsche waschen und hinterhertreten werden", sagte Rummenigge. Dieser werde "von uns nicht als Feind betrachtet. Wir haben einen sauberen und seriösen Schnitt gemacht". Die Club-Verantwortlichen waren nicht mehr davon überzeugt, unter Klinsmann die Saisonziele erreichen zu können und setzten für den Saison-Endspurt Jupp Heynckes als Feuerwehrmann ein.

Klinsmann wird bei Jauch erstmals öffentlich auftreten, nachdem die Bayern-Bosse sein Projekt am 27. April nach nur 302 Tagen beendet hatten. Von Klinsmann hatte es nach der Entlassung nur eine kurze Stellungnahme auf der Vereins-Homepage gegeben. Er sei "sehr enttäuscht", hieß es da: "Wir haben den Grundstein gelegt für die Zukunft."

Der gebürtige Schwabe wollte den Münchner Club auf Dauer in der europäischen Spitze etablieren. Nachdem die Münchner in der noch laufenden Saison aber "alle wichtigen" Spiele verloren hatten, wie Hoeneß betonte hatte, was mit dem bitteren Viertelfinal-Aus in Champions League und DFB-Pokal verbunden war, entschieden die Bayern-Chefs kurzfristig.

Über Klinsmanns Pläne gibt es bisher nur Spekulationen. Angeblich will der frühere Torjäger mit seiner Familie in München bleiben. Es sollen aber auch Vereine aus der englischen Premier League, wie etwa Manchester City, Interesse an Klinsmann haben.

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