Fußball Bundesliga
Klinsmann wird Fernsehexperte

Jürgen Klinsmann hat einen neuen Job in Deutschland gefunden. Der ehemalige Bundestrainer wird in Zukunft als Experte für den Fernsehsender arena arbeiten. Ein Engagement als Trainer aber schloss der Schwabe nicht aus.

Knapp ein Jahr hat es gedauert, bis der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann seinen Akku nach der Weltmeisterschaft in Deutschland wieder aufgeladen hat. Der gebürtige Schwabe hat nun einen neuen Job in seinem Heimatland gefunden und wird ab der kommenden Saison als Fernsehexperte für den Bundesligasender arena arbeiten. Das bestätigte der Pay-TV-Sender am Donnerstag.

"Ich hatte viele Angebote, nach der WM wieder nach Europa zu kommen. Aber arena ist der erste Partner, der mich inhaltlich überzeugt hat", sagte Klinsmann, dem sein Engagement nach Informationen der Bild-Zeitungen mit mehreren Mill. Euro versüßt wird.

"Das ist eine Bereicherung für arena"

"Das ist eine große Bereicherung für arena. Jürgen ist ein Kenner des internationalen Fußballs, hat selbst viel Erfahrung im Ausland gesammelt. Ich bin sicher, dass er seine Kompetenz den Zuschauern gut vermitteln kann", sagte Bundestrainer Joachim Löw dem Sport-Informations-Dienst (sid) zur neuen Aufgabe seines Vorgängers.

Das Münchner Unternehmen hat Klinsmann für zwei Jahre verpflichtet. Neben der Moderatoren- und Kommentatoren-Tätigkeit wird der frühere DFB-Kapitän für seinen künftigen Arbeitgeber auch als Werbeträger auftreten. Unabhängig von seiner neuen Tätigkeit kann Klinsmann aber jederzeit wieder einen neuen Job als Trainer oder Teamchef antreten.

Unter anderem war Klinsmann, der die deutsche Nationalmannschaft nach der Euro 2004 übernommen und bei der WM im vergangenen Jahr zum dritten Platz geführt hatte, in den vergangenen Monaten als neuer Bundestrainer der USA und als Teammanager beim Ballack-Klub FC Chelsea in London im Gespräch gewesen. Der Champions-League-Halbfinalist soll trotz der Zusage von Trainer Jose Mourinho, seinen Vertrag an der Stamford Bridge zu erfüllen, weiterhin an den Diensten des Wahl-Amerikaners interessiert sein. Angeblich könnte Klinsmann den Posten eines Generaldirektors beim englischen Meister übernehmen.

"Ich bin ganz einfach Beobachter"

Zunächst einmal wird sich der frühere Torjäger, der für seine TV-Auftritte wie schon in seiner Zeit als Bundestrainer aus seinem Wohnort Huntington Beach im US-Bundesstaat Kalifornien nach Deutschland einfliegen wird, aber auf seine neue Aufgabe vorbereiten. Klassischer TV-Experte will Klinsmann, der im vergangenen Sommer als Bundestrainer zurückgetreten war, aber nicht sein. "So sehe ich mich nicht", wird Klinsmann in der Bild-Zeitung zitiert: "Ich bin ganz einfach Beobachter, der genauso viel Spaß am Fußball hat wie jeder andere Fan. Mir gibt der Job die Möglichkeit, meine Erfahrungen im internationalen Fußball an die Zuschauer weiterzugeben, aber auch selbst dazuzulernen."

Für den Sender ist Klinsmann ein globaler Fußball-Trendsetter, der mit den Stars und Trainern diskutieren soll, Taktiken untersucht sowie das Spiel- und Leistungsvermögen der Mannschaften mit neuen Analysetools überprüft. In Klinsmann hat der Abo-Sender arena ein passendes Pendant zu "Kaiser" Franz Beckenbauer gefunden, der für den Konkurrenz-Sender Premiere als Experte auftritt.

"Jürgen Klinsmann ist ein bedeutender, positiver und geradliniger Vertreter des Weltsports. Wir sehen ihn als Trendsetter. Sein positives Bekenntnis zum Fußball, die frische Philosophie, seinen Mut, neue Akzente zu setzen und dabei erfolgreich zu sein - das passt ausgezeichnet zu arena", erklärte Dejan Jocic, der Geschäftsführer des Münchner Unternehmens. Der Pay-TV-Sender überträgt seit dieser Saison exklusiv die Bundesligaspiele und hat bislang rund eine Million Kunden.

© SID

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