Fußball Bundesliga
Klopp appelliert an die Einstellung

Nicht nur geographisch, sondern auch sportlich trennt Borussia Dortmund und den VfL Bochum vor dem Revierderby nicht viel. Zuvor tritt Borussia Mönchengladbach in Wolfsburg an.

Auf der B1 trennen Dortmund und Bochum nur 15 Kilometer und in der Bundesliga-Tabelle derzeit lediglich ein Punkt. Im Ruhrderby am Sonntag (17.30 Uhr/live bei Sky und Liga total) zwischen der Borussia und dem VfL wird sich zeigen, wohin die Reise für die westfälischen Nachbarn geht. Gleiches gilt für "Kellerkind" Borussia Mönchengladbach, das zuvor (15.30 Uhr/live bei Sky und Liga total) beim deutschen Meister VfL Wolfsburg antreten muss.

In Dortmund beschwört Trainer Jürgen Klopp den zweiten Schritt aus der Krise. Nach dem 1:0 in Gladbach nach zuvor sechs Spielen ohne Sieg soll nun der Anschluss an das Tabellenmittelfeld hergestellt werden. Klopp appelliert an die Einstellung von Spielern und Fans gleichermaßen: "Ich habe das Gefühl, dass dieses Spiel im Umfeld nicht richtig ernst genommen wird. Da ist zum einen das große Derby gegen Schalke. Das darfst du nicht verlieren. Das andere ist das kleine Derby, wo ein Sieg von vornherein vorausgesetzt wird."

Statistik spricht für die Schwarz-Gelben

Die Statistik spricht vor dem 59. Bundesliga-Duell der beiden Revier-Rivalen für den BVB, der nur eine der letzten neun Partien gegen den VfL verlor und die letzte Heimniederlage gegen Bochum vor elf Jahren kassierte. Doch darauf will sich Klopp nicht verlassen: "Der VfL ist eine richtig gute Bundesligamannschaft, die enorm viel Qualität besitzt, und die darum kämpft, dass die Zusammenarbeit mit den Bochumer Urgesteinen Heinemann und Wosz fortgesetzt werden kann."

Allerdings muss Dortmund die verletzten Tamas Hajnal (Bänderriss am Sprunggelenk) und Tinga (Leistenzerrung) neben dem dauerverletzten Kapitän Sebastian Kehl ersetzen. "Es geht nicht darum festzustellen, wie schlimm uns diese Ausfälle treffen könnten, sondern wie wir damit umgehen", sagt Klopp.

Bochums Interimscoach Frank Heinemann will von einem "kleinen" Revierderby nichts wissen: "Der VfL Bochum ist nicht klein und derzeit zumindest sportlich mit der Borussia auf Augenhöhe." Mit offensiver Ausrichtung will der Ex-Profi auch im dritten Liga-Spiel als vorübergehender "Chef" unbesiegt bleiben. "Wenn man etwas holen will, dann muss man entsprechend reagieren", so Heinemann.

Erst ein Auswärtspunkt für die "Fohlen"

Mit Durchhalteparolen versucht derweil Trainer Michael Frontzeck seine Gladbacher Truppe nach fünf Pflichtspiel-Niederlagen in Folge und nur sieben Punkten auf dem Konto vor dem Gastspiel in Wolfsburg bei Laune zu halten. "Wir müssen kompakt stehen, wenn die Kompaktheit fehlt, kriegen wir Probleme", appelliert der ehemalige Nationalspieler. Den einzigen Auswärtspunkt der laufenden Saison holte die rheinische Borussia beim 3:3 in Bochum (nach 3:0-Führung).

Der Titelverteidiger aus dem Norden hat sich hingegen die Rückkehr zu alter Heimstärke auf die Fahne geschrieben. Bereits zwei Niederlagen vor den eigenen Fans kassierten die Niedersachsen, bei denen ein kleines Fragezeichen hinter den Einsätzen von Torhüter Diego Benaglio und Grafite (beide Magen- und Darmprobleme) sowie von Zvjezdan Misimovic (Erkältung) steht.

Doch Coach Armin Veh rechnet mit den drei Stammspielern und warnt: "Gladbach hat die Qualität für einen Mittelfeldplatz und wird mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Doch die drei Punkte am Sonntag müssen in Wolfsburg bleiben."

© SID

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