Fußball Bundesliga
Klopp verlängert Vertrag bis 2014

Jürgen Klopp hat seinen Vertrag bei Borussia Dortmund vorzeitig um zwei Jahre bis 2014 verlängert. "Hier entsteht was. Ich will weiterentwickeln, was ich begonnen habe", so Klopp.

Borussia Dortmund plant seine Zukunft weiter mit Jürgen Klopp und dessen derzeit äußerst erfolgreichen "Erlebnis-Fußball". Der Trainer des souveränen Bundesliga-Tabellenführers entsprach dem Wunsch der Klub-Verantwortlichen nach einer längerfristigen Zusammenarbeit und dehnte sein bis 2012 datiertes Engagement vorzeitig um zwei weitere Jahre bis 2014 aus.

"Hier entsteht was. Ich möchte weiterentwickeln, was ich begonnen habe. Und ich bin auch sicher, dass das vorher nicht auseinandergeht", sagte der 43-Jährige anlässlich einer Pressekonferenz zwei Tage vor dem Heimspiel am Samstag (18.30 Uhr/Sky und Liga total!) gegen Tabellenschlusslicht Borussia Mönchengladbach.

"Seine Fähigkeiten sind unbestritten, es war somit eine folgerichtige Entscheidung. Das ist ein guter Tag für den BVB", betonte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Schon vor Monaten hatte er symbolisch von einem "unbefristeten Vertrag" für Klopp gesprochen. Der BVB-Boss kündigte im Zuge der Kontinuität zugleich die vorzeitige Vertragsverlängerung von Sportdirektor Michael Zorc spätestens in der Winterpause an und sandte damit drei Tage vor der Mitgliederversammlung am Sonntag eindeutige Signale an die Mannschaft, Fans und das gesamte Umfeld des Traditionsklubs.

2008 aus Mainz nach Dortmund gekommen

Klopp machte indes aus seinen Sympathien zu seiner "zweiten Liebe" - neben seinem Heimatverein Mainz - keinen Hehl. "Auch bei mir zu Hause ist Jubel ausgebrochen und das war nicht so schwer, wir hätten fast alles unterschrieben", flachste der Dortmunder Publikumsliebling, der 2008 vom Zweitligisten FSV Mainz 05 gekommen war. "Eine solche Konstante ist im Fußball nicht gewöhnlich. Es gibt hier komplette Ruhe, um zu arbeiten. Das habe ich einmal in Mainz gehabt und nicht geglaubt, dass ich das noch einmal erleben würde."

Klopp wird als Architekt der aktuellen erfolgshungrigen jungen Mannschaft gefeiert und genießt inzwischen Kultstatus. Die aktuelle Bilanz des BVB hat ihr Übriges beigetragen. Denn kein anderes Team kassierte in dieser Saison so wenig Niederlagen (eine), gewann sieben Auswärtsspiele in Serie (Liga-Rekord), erzielte so viele Tore (31) und kassierte so wenig Gegentreffer (8) wie der Spitzenreiter.

Herzerfrischender Fußball

Der 47. Trainer seit 1963 hat der Mannschaft nicht nur ein neues Gesicht gegeben, sondern auch eine neue Mentalität vermittelt. Herzerfrischender Fußball mit viel Einsatz- und Laufbereitschaft hat nicht nur in Dortmund neue Akzente gesetzt. Mit seinem "Junioren-Team" - in dessen Stammformation acht Spieler stehen, die 22 Jahre und jünger sind - hat er auch bei der solventeren Konkurrenz Eindruck hinterlassen. Kaum ein Trainer zuvor hat dem BVB derart seinen Stempel aufgedrückt.

Klopp, Meister des verbalen Doppelpasses und wortgewandter Motivator, ehrgeizig und dabei stets authentisch, impulsiv und in der Menschenführung autoritärer als gemeinhin angenommen, steht beim BVB nach tristen Jahren als Initiator der ersehnten Aufbruchsstimmung.

"Einfach geile" Zeit in Dortmund

Jürgen passt mit seiner begeisternden Art zum BVB, zu Dortmund und zur Region, in der Fußball intensiver gelebt wird als anderswo. Er steht zudem für die Weiterentwicklung der Mannschaft, unabhängig vom Tabellenstand", sagte Zorc. Klopp selbst fand seine Zeit in Dortmund schon vor seiner zweiten Vertragsverlängerung um zwei Jahre "einfach geil" und die Fans seinen Fußball mit viel Emotionen und Leidenschaft äußerst unterhaltsam.

Darüber hinaus bereitet sich der BVB auf eine harmonische Jahreshauptversammlung am kommenden Sonntag vor. Dort wird Präsident Reinhard Rauball für eine weitere Amtszeit bis 2013 kandidieren. Die Wiederwahl des 63-Jährigen, der zugleich das Amt des Liga-Präsidenten ausübt, gilt als sicher. Vor sechs Jahren hatte der Jurist seine dritte Amtszeit (nach 1979-1 982 und 1984-1 986) beim damals hochverschuldeten Klub als Nachfolger von Gerd Niebaum angetreten.

© SID

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