Fußball Bundesliga
"Knappen" dementieren angebliche Finanzprobleme

Bundesligist Schalke 04 hat Berichte über angebliche Finanzprobleme vehement dementiert. "Schalke ist definitiv nicht pleite, und die Insolvenz droht auch nicht", erklärte Schalkes Finanzvorstand Josef Schnusenberg.

Bundesligist Schalke 04 hat angebliche Finanzprobleme mit Nachdruck dementiert. "Schalke ist definitiv nicht pleite, und die Insolvenz droht auch nicht", sagte Finanzvorstand Josef Schnusenberg am Rande des Bundesliga-Spiels gegen den VfB Stuttgart. Der stellvertretende Vorsitzende wies damit einen Bericht des Nachrichtenmagazins Focus zurück, in dem von finanziellen Problemen die Rede war.

Genannte Zahlen seien falsch

In einer ausführlichen Pressemitteilung bezeichnete der gesamte Schalke-Vorstand, in dessen Namen das Schreiben verfasst worden war, sämtliche im Bericht genannten Zahlen als falsch. Schnusenberg bestätigte indes, dass vom Aufsichtsratvorsitzenden Clemens Tönnies und dem Unternehmer Karl-Heinz Beul private Darlehen in Anspruch genommen wurden. So habe Tönnies 4,7 und Beul drei Mill. Euro kurzfristig bis zum Beginn der nächsten Spielzeit zur Verfügung gestellt.

"Das ist eine Bevorschussung auf zu erwartende Gelder aus dem Dauerkartenverkauf und dem Europacup. Das haben wir in der Vergangenheit auch so gehandhabt", sagte Schnusenberg. Vorstand und Aufsichtsrat hätten laut Pressemitteilung bei den Transferentscheidungen "darüber diskutiert und positiv entschieden, dass private Darlehensgewährung die Finanzierung der Spieler ermöglichen sollte".

Falsch sei allerdings, dass die Schalker Hausbanken dem Klub keine Kredite mehr gewähren würden, dass gegen Schnusenberg bei der Essener Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen Bilanzfälschung und Insolvenzverschleppung laufe und dass beim Arena-Hauptsponsor Veltins wegen eines Vorschusses für die Namensrechte am Stadion angefragt worden sei. Laut Focus habe sich dieser Vorschuss auf 20 Mill. Euro belaufen sollen.

Allerdings gab der Klub zu, dass Veltins einen Teil der Ablösesumme in Höhe von rund fünf Mill. Euro für den 2004 vom VfB Stuttgart gewechselten Brasilianer Marcelo Bordon vorfinanzierte. Diese Vorfinanzierung sei jedoch mit Abschluss des Arena-Hauptsponsorvertrages vollständig verrechnet worden.

Gehaltskürzung bei Assauer

Außerdem betonte der Schalker Vorstand, dass Manager Rudi Assauer nicht auf das ihm zustehende Jahresgehalt verzichtet habe. Er habe lediglich auf eine Gehaltskürzung zugunsten von Sportdirektor Andreas Müller zugestimmt, hieß es in der offiziellen Stellungnahme.

Finanzvorstand Schnusenberg betonte, dass von keiner Bank ein Schalker Kreditwunsch abgelehnt worden sei. Der "Vize" kündigte rechtliche Schritte an: "Es geht nicht gegen Schalke, sondern gegen mich und meine persönliche Ehre. Ich werde mich dagegen wehren."

© SID

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