Fußball Bundesliga
Köln versetzt Hertha weiteren Tiefschlag

Der Absturz der Krisen-Hertha in der Fußball-Bundesliga setzt sich ungebremst fort: Einen Tag vor dem 20. Jahrestag des Mauerfalls verpasste der Hauptstadt-Klub im Keller-Duell gegen den 1. FC Köln den Befreiungsschlag und rutschte noch tiefer in die Krise. Trainer Friedhelm Funkel flüchtet sich nach dem Spiel "Not gegen Elend" in Durchhalteparolen.

HB BERLIN. Der Tabellenletzte unterlag im richtungsweisenden Keller-Duell gegen den 1. FC Köln mit 0:1 (0:0) und wartet damit seit genau drei Monaten sowie elf Ligaspielen auf einen Sieg. "Das ist ganz, ganz bitter. Wir liegen im Moment am Boden, aber wir werden wieder aufstehen", erklärte Hertha-Coach Friedhelm Funkel nach der zehnten Saisonpleite, die den Hauptstadtclub in einen Schockzustand versetzt. Mit nur vier Punkten aus zwölf Spielen bleiben die Berliner abgeschlagenes Schlusslicht. Das Tor des Tages erzielte Milivoje Novakovic in der 79. Minute nach einer Freistoß-Flanke von Lukas Podolski. Die lange Zeit harmlosen Kölner, die bis zum Tor so gut wie keine Offensivaktionen zeigten, verschafften sich durch den zweiten Auswärtssieg der Saison mit zwölf Punkten etwas Luft im Tabellenkeller.

Berlin fehlte drei Tage nach dem 3:2-Auswärtserfolg in der Europa League beim SC Heerenveen erneut der Vollstrecker, seit 441 Bundesliga-Minuten ist Hertha nun schon ohne Torerfolg. "Wir waren die bessere Mannschaft. Wir wollten den Schwung vom Donnerstag mitnehmen. Das haben wir nicht geschafft. Das tut mir leid", sagte der glücklose Stürmer Artur Wichniarek.

Die Berliner erarbeiteten sich vor 48 623 Zuschauern im Olympiastadion gegen die Mauerkünstler aus dem Rheinland zwar klare Spiel- und Chancenvorteile, trafen aber das Tor nicht. "Im Moment hast du die Scheiße am Fuß", bemerkte Funkel. Anders die Kölner, die sich mit nun zwölf Punkten auf dem 13. Platz verbesserten und mit deutlich mehr Hoffnung in die Länderspielpause gehen können. "Wir haben spielerisch nicht überzeugt, aber die Einstellung war gut. Ich will mich nicht entschuldigen, dass wir gewonnen haben", sagte Kölns Chefcoach Zvonimir Soldo. "Soviel Glück kann man nicht jedes Wochenende haben", bemerkte allerdings Podolski. Matchwinner Novakovic freute sich: "Jetzt haben wir wieder etwas mehr Ruhe zum Arbeiten. Wir müssen einmal eine Serie starten."

Funkel, der auch im fünften Bundesliga-Spiel als vermeintlicher Hertha-Retter ohne Liga-Sieg dasteht, wollte trotz des erneuten schweren Rückschlags seinem Team keinen Vorwurf machen. "Die Mannschaft hat alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", erklärte der Hertha-Trainer. Nur Zählbares kam nicht heraus. Auch dass noch kein Bundesliga-Team mit vier Zählern nach dem 12. Spieltag die Wende geschafft hat, schob Funkel zur Seite: "Dann werden wir die erste Mannschaft sein, die das schafft." Manager Michael Preetz versprach sogar: "Wir werden in Kürze einen Sieg landen."

Seite 1:

Köln versetzt Hertha weiteren Tiefschlag

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%