Fußball Bundesliga
Köln will keine Katze im Sack kaufen

Die gründliche Bewertung von Neuzugängen gehört zum frischen Wind, den Manager Michael Meier und Trainer Hanspeter Latour beim 1. FC Köln wehen lassen. Boris Zivkovic und Evanilson müssen sich im Trainingslager bewähren.

Das umformierte Dreigestirn an der Spitze des abstiegsbedrohten 1. FC Köln bringt zwar die gute Laune zurück, ist aber nicht für jeden "Spaß" zu haben. So nehmen Manager Michael Meier und Coach Hanspeter Latour mögliche Verstärkungen genaustens unter die Lupe. Damit hat die neue sportliche Führung an der Seite von Präsident Wolfgang Overrath in den ersten zehn Tagen beim Tabellen-16. schon für einen Fortschritt gesorgt. Denn das war nicht immer so.

"Ich will bei den Spielern das Feuer in den Augen sehen", sagt der Schweizer Latour, der mit seiner offenen und lustigen Art für Aufbruchstimmung beim ersten Bundesligameister gesorgt hat, über die geplanten Neuverpflichtungen für die Rückrunde. Das betrifft vor allem die avisierten Profis Boris Zivkovic und Evanilson, die im Trainingslager im portugiesischen Portimao (14. bis 21. Januar) auf ihre sportliche und psychische Tauglichkeit getestet werden sollen.

Streller kennt Latour aus Thun

Im Fall des Kroaten Zivkovic, der nach seiner erfolgreichen Zeit in Leverkusen sowohl beim FC Portsmouth und auch bei seinem jetzigen Klub VfB Stuttgart keine Bäume ausgerissen hat, will der neue Coach seine Entscheidung unter anderem von einem persönlichen Gespräch abhängig machen. Der 30 Jahre alte Brasilianer Evanilson, deutscher Meister mit Borussia Dortmund 2002, muss sich auf grund seiner langen Spielpause im Trainingslager bewähren.

Etwas anders sieht die Sache bei Marco Streller aus, dessen charakterliche Eigenschaften in den Augen des Coaches über jeden Zweifel erhaben sind. Schließlich kennt man sich aus gemeinsamen Tagen beim FC Thun. Der Schweizer Nationalspieler hatte sich Mitte 2004 einen Schien- und Wadenbeinbruch zugezogen und war monatelang ausgefallen. In Köln will er sich für die WM in Deutschland empfehlen.

Schlechte Erfahrungen mit Laslandes und Zellweger

Der FC hatte sich in der Vergangenheit bei der Verpflichtung sogenannter Retter denkwürdige Flops geleistet. So sorgten vor allem Lilian Laslandes und Marc Zellweger mehr für Hohn und Spott als für Tore oder eine sichere Abwehr. Laslandes eilte lediglich der Ruf voraus, in Frankreich in 103 Erstliga-Spielen für Bordeaux, Nizza und Bastia 25 Tore erzielt zu haben. Genug Empfehlung für die damalige sportliche Leitung.

In Köln stolperte der Mittelstürmer mehr über den Platz, erzielte in fünf Spielen kein Tor, sah aber eine Gelbe und eine Rote Karte. Das brachte im den zweifelhaften Spitznamen "Laslandesliga" ein. Der Schweizer Marc Zellweger erzielte in 13 Spielen immerhin ein Tor. "Käse-Zelli" wurde aber aufgrund seiner defensiven Mängel wieder weggeschickt.

© SID

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