Fußball Bundesliga
Kohler will in Duisburg „malochen“ lassen

dpa DUISBURG. Jürgen Kohler, neuer Cheftrainer und Sportdirektor des Bundesligisten MSV Duisburg, fordert von seinen Fußball-Profis eine neue Einstellung. „Die Malochermentalität wird Einzug halten. Wir werden mehr Zeit auf dem Platz verbringen“, sagte Kohler dem Fachmagazin „kicker“.

Kohler weiter: „Wir müssen mehr arbeiten als die anderen, vor allem auch konditionell“. Weil im Ruhrpott eine Arbeitermentalität herrsche, wollten „die Leute den totalen Einsatz sehen. Das lebe ich vor.“ Dass Kohler, der beim abstiegsbedrohten MSV am 18. Dezember als Nachfolger des nach der „Kopfstoß-Affäre“ entlassenen Trainers Norbert Meier vorgestellt wurde, keine Erfahrung als Vereinscoach hat, stört den 40 Jahre alten Weltmeister von 1990 nicht: „Es kann auch ein Plus sein.“ Auch andere Kollegen hätten keine Vergangenheit als Trainer eines Clubs vorweisen können, meinte Kohler und erinnerte an Christoph Daum beim 1. FC Köln sowie José Mourinho beim FC Porto. Deshalb begreife sich Kohler nicht als „Trainer-Azubi“, sondern als Trainer, „der jetzt ins Haifischbecken Bundesliga rein muss“.

Um mit seinem neuen Team den Klassenverbleib zu schaffen, setzt Kohler auf drei Säulen: „Disziplin auf dem Platz und außerhalb, absolute Fitness, Ordnung auf dem Spielfeld.“ Dabei fordert er von seinen Spielern die hundertprozentige Umsetzung der vorgegebenen Aufgaben. Eine Ausstiegsklausel für den Fall des Abstiegs ist in Kohlers Vertrag, der bis 2007 läuft, nicht vorgesehen: „Nein. Ich kenne aber das Geschäft. Doch ich gehe vom Positiven aus.“

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