Fußball Bundesliga
Koller: "Zeit ist reif für zweiten Heim-Dreier"

Bundesligist VfL Bochum möchte heute im Spiel gegen Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr/live bei Arena) endlich seinen Heimkomplex ablegen. "Jetzt muss es auch zu Hause mal knallen", fordert Mittelfeldspieler Tomasz Zdebel.

Mit Hoffnungsträger Zvjezdan Misimovic als hängender Spitze hofft der VfL Bochum in der Bundesliga auf die Beendigung seiner schon unheimlichen Heim-Misere. "Wir können nicht mehr den Zuschauern die Schuld in die Schuhe schieben. Die Zeit ist reif für den zweiten Heim-Dreier", sagte Bochums Trainer Marcel Koller vor dem wichtigen heutigen Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt (20.30 Uhr/live bei arena).

Vor heimischer Kulisse gelang dem VfL in der laufenden Saison nur ein Sieg am fünften Spieltag gegen Arminia Bielefeld (2:1). Die letzten drei Partien gingen zu Hause nach jeweils ansprechenden Leistungen in der Fremde verloren. Eine weitere Pleite gegen die körperlich zuletzt angeschlagene Eintracht könnte für den umstrittenen Schweizer Koller bereits das Ende seiner Arbeit beim Revierklub bedeuten. Zumindest wären die zuletzt nach Heimpleiten unüberhörbaren "Koller-raus"-Rufe wieder aktuell.

Misimovic und Gekas stürmen

Ausgespielt hat beim Aufsteiger bereits der Brasilianer Fabio Junior. An seiner Stelle wird der gelernte Mittelfeldspieler Misimovic erneut neben dem griechischen Nationalspieler Theofanis Gekas stürmen. Beim unglücklichen 3:3 in Berlin war Misimovic in seiner neuen Rolle stärkster VfL-Akteur. "Da hat er sein bestes Spiel dieser Saison gemacht", meinte auch Coach Koller. Manager Stefan Kuntz fügte hinzu: "Er hat gegen Berlin auf einer Position gespielt, die ihm sehr liegt und gleich ein, zwei Zacken zugelegt."

Trotz nur neun Punkten aus zwölf Spielen glauben die Spieler beim Tabellen-Vorletzten aber weiter fest an den Klassenerhalt. "Ich bin überzeugt davon, dass wir die Klasse halten. Die Qualität im Kader ist vorhanden", meinte Tomasz Zdebel, dem allerdings auch die Diskrepanz zwischen Heim- und Auswärtsspielen Sorge bereitet: "Das ist bei uns ein Unterschied wie Tag und Nacht. Jetzt muss es auch zu Hause mal knallen."

Funkel: "Unter Flutlicht spielt jeder gern"

Unterdessen haben auch die Hessen zuletzt im eigenen Stadion nicht überzeugt. Die 0:3-Pleite gegen Bielefeld holte die Träumer im schnell zur Euphorie neigenden Frankfurter Umfeld auf den Boden der Tatsachen zurück. Das letzte Gastspiel bei Energie Cottbus (1:0) war allerdings der beste Auswärtsauftritt der Eintracht in der laufenden Saison. "Wir sind als Mannschaft auch auswärts gewachsen. Unter Flutlicht spielt jeder gern. Wir wollen gewinnen", sagte Trainer Friedhelm Funkel.

Allerdings muss der Frankfurter Coach weiter auf wichtige Stützen seiner Mannschaft verzichten. Stammtorwart Markus Pröll leidet weiter an einer schmerzhaften Rippenprellung und steht frühestens beim kommenden Heimspiel gegen Borussia Dortmund wieder zur Verfügung. Der Brasilianer Chris trainiert nach seiner Bandscheiben-Operation zwar wieder mit der Mannschaft, wird aber in der Hinrunde höchstens noch Kurzeinsätze absolvieren. Kapitän Jermaine Jones wird dagegen erst im neuen Jahr wieder zum Team stoßen.

© SID

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