Fußball Bundesliga
Krisenteams und Überflieger in direkten Duellen

Während der kriselnde "Club" aus Nürnberg heute (17.30 Uhr) beim Kellernachbarn Mainz 05 vorstellig wird, treffen die zuletzt erfolgreichen Teams von Arminia Bielefeld und Hannover 96 in Ostwestfalen aufeinander.

Das heutige Gastspiel des 1. FC Nürnberg beim FSV Mainz 05 (17.30 Uhr/live bei Premiere) könnte für "Club"-Trainer Wolfgnag Wolf bereits zur Abschiedsvorstellung werden - trotz aller Treueschwüre von Vereins-Präsident Michael A. Roth. Im zweiten Sonntagsspiel trifft Arminia Bielefeld auf Hannover 96.

Mit nur einem Punkt und 3:12 Toren sind die Nürnberger das schwächste Auswärtsteam der Liga. Und zuletzt gab es zudem gegen Bielefeld (2:3) und in Bremen (2:6) zwei Niederlagen in Folge. Nach dem sicheren 3:0-Erfolg im DFB-Pokal gegen Dynamo Dresden stellte sich FCN-Präsident Roth schützend vor seinen Coach.

"Auf überschaubare Zeit bleibt der Trainer im Amt. Wolfgang Wolf leistet gute Arbeit, aber er leidet unter der Situation mit den verletzten Spielern. Das würde einem anderen Trainer genauso gehen", sagte Roth. Besonders fehlt dem "Club" Torjäger Marek Mintal, der wegen eines Mittelfußbruches voraussichtlich noch drei Wochen ausfällt. In der vergangenen Spielzeit hatte der Slowake 24 Tore erzielt.

Während Wolf in Nürnberg offenbar wackelt, darf Jürgen Klopp mit dem FSV Mainz 05 auch in die zweite Liga absteigen. Manager Christian Heidel beklagt derweil die anhaltende Abschlussschwäche der Rheinhessen. Auch die Last-Minute-Verpflichtungen von Romulo und Mohamed Zidan haben sich bislang nicht ausgezahlt. "Wenn sowas 34 Spieltage andauert, dann steigt man ab - doch daran glaube ich nicht. Die Mannschaft weiß, worum es geht", sagte Heidel.

Treffen zweier aufstrebender Teams auf der "Alm"

In Hannover sorgt der Wirbel um Nationalspieler Per Mertesacker für Gesprächsstoff, nachdem sich die Niedersachsen nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage in der Tabelle gefangen haben. Der 21 Jahre alte Abwehrspieler soll eine Ausstiegsklausel aus seinem bis 2008 laufenden Vertrag besitzen. Gerüchten zufolge haben Werder Bremen und Inter Mailand Interesse an Mertesacker.

Die "96er" wollen ihr Aushängeschild aber unbedingt halten und haben dem 1,96-m-Hünen, der 300 000 Euro im Jahr verdienen soll, eine Gehaltserhöhung in Aussicht gestellt. "Wir können Per alles bieten, auch eine familiäre Atmosphäre", sagte Präsident Götz von Fromberg. Verzichten muss Trainer Ewald Lienen in Bielefeld auf Stürmer Thomas Brdaric (Oberschenkelzerrung).

Vor der Qual der Wahl steht sein Bielefelder Kollege Thomas von Heesen nach zuletzt zwei Ligasiegen in Folge (3:2 beim 1. FC Nürnberg/3:0 gegen Hertha BSC Berlin). Zwar ist Fatmir Vata nach sechswöchiger Pause wegen eines Innenbandrisses im Knie wieder fit, doch sein "Ersatz" Marco Küntzel stellte jüngst den Sieg im DFB-Pokal gegen Energie Cottbus (2:1) quasi im Alleingang sicher. "Wir müssen weiter mit dem gleichen Einsatz spielen", meinte von Heesen.

© SID

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