Fußball Bundesliga
KSC erwartet Bayer, Merkel feuert Cottbus an

Im Topspiel des Tages der 20. Bundesliga-Runde hat der KSC heute Bayer Leverkusen zu Gast. Angela Merkel drückt derweil in Cottbus dem FC Energie gegen Dortmund die Daumen.

Nach der ersten Europacup-Woche des Jahres soll der 20. Spieltag der Bundesliga besonders für Energie Cottbus ein ganz besonderer werden. Als "Edelfan" wird Bundeskanzlerin Angela Merkel der Partie gegen Borussia Dortmund am heutigen Samstag (15.30 Uhr/live in Premiere) beiwohnen und im Stadion der Freundschaft zum 13. Ehrenmitglied von Energie ernannt. Außerdem stehen der kriselnde Meister aus Stuttgart und das Spitzenspiel in Karlsruhe im Blickpunkt des Tages.

"Fußball in Cottbus ein ganz besonderes Erlebnis"

"Fußball in Cottbus ist immer ein ganz besonderes Erlebnis, denn hier in der Lausitz sind Tugenden wie Einsatzbereitschaft, Willensstärke und Teamgeist zu Hause", erklärte Merkel, die fest an den Klassenerhalt des derzeitigen Tabellenvorletzten, der jedoch sämtliche vier bisherigen Heimspiele gegen den BVB verlor, glaubt.

Auf derart prominente Unterstützung muss der VfB Stuttgart im "Spiel der Ehre" beim Ligaschlusslicht MSV Duisburg heute verzichten. Nach drei Pleiten in Serie ist die Atmosphäre beim schwächelnden Meister angespannt. Besonders die zuletzt formschwachen Nationalspieler Roberto Hilbert und Thomas Hitzlsperger sind in die Schusslinie geraten.

Mit Verwunderung reagierte dann auch Außenverteidiger Ludovic Magnin auf die Kritik von Sportdirektor Horst Heldt. "Ich verstehe ja die Unzufriedenheit, aber zu sagen, wir seien zu viel im Autohaus oder zu oft bei der Nationalmannschaft, hilft uns nicht weiter", konterte der Schweizer Nationalspieler Magnin, der auf die Wirkung eines Krisen-Essens der Mannschaft Anfang der Woche hofft.

Voller Erfolgshunger ist weiterhin die Überraschungself des Aufsteigers Karlsruher SC, die sich mit einem Sieg gegen Bayer Leverkusen theoretisch auf einen Uefa-Cup-Platz vorarbeiten könnte. "Das ist das absolute Spitzenspiel dieses Spieltages. Das macht uns stolz", meinte KSC-Verteidiger Maik Franz vor dem Duell zwischen dem Tabellen-Sechsten und-Vierten. Leverkusen reist nach der Nullnummer im Uefa-Pokal bei Galatasaray Istanbul angesichts von nur einer Niederlage in den vergangenen zehn Pflichtspielen mit breiter Brust nach Baden.

Bremen will im Fernduell mit Bayern vorlegen

Im Fernduell um die Tabellenspitze mit Bayern München (40 Punkte), das erst am Sonntag in Hannover antritt, kann Werder Bremen (37) heute gegen den 1. FC Nürnberg - mit dem neuen Trainer Thomas von Heesen auf der Bank - vorlegen. Ganz andere Sorgen haben die abstiegsgefährdeten Nürnberger, denen nach ihrem 0:1 bei Benfica Lissabon in der Uefa-Cup-Zwischenrunde am Donnerstagabend gerade einmal 40 Stunden bis zum Anpfiff in Bremen blieben. Doch von Heesen wollte vor seiner Bundesliga-Rückkehr nicht lamentieren. "Wir setzen uns positiv damit auseinander und werden auch in Bremen Vollgas geben", kündigte der 46-Jährige an, der kurzfristig auch noch Stürmer Angelos Charisteas (Rückenblessur) ersetzen muss.

Den Bremern blieb nach ihrem Sieg im Uefa-Cup gegen Sporting Braga (3:0) immerhin ein Tag länger zur Regeneration. Keeper Tim Wiese mahnte aber: "Europacup war gestern, Bundesliga ist heute. Wir müssen uns 100-prozentig auf den neuen Gegner konzentrieren."

Für viel Zündstoff sorgte indes Arminia Bielefelds Artur Wichniarek vor dem Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Hertha BSC Berlin. Die Hauptstädter prüfen sogar juristische Schritte gegen ihren einstigen Stürmer, der Hertha-Manager Dieter Hoeneß in einem Interview scharf attackiert hatte und damit gegen eine Verschwiegenheitsklausel im Auflösungsvertrag mit Hertha verstoßen haben soll. "Das ist unterste Schublade", rügte Berlins Kapitän Arne Friedrich seinen früheren Mitspieler.

Und auch Arminen-Coach Michael Frontzeck watschte Wichniarek leicht ab. "Der Zeitpunkt war nicht glücklich. Jetzt muss Artur zeigen, was dahinter steckt", forderte Frontzeck vor dem Gang des Tabellen-15. nach Berlin.

Frankfurt hofft in Rostock auf weitere Fenin-Tore

Nur positive Schlagzeilen produziert dagegen Martin Fenin von Eintracht Frankfurt, der in seinen ersten beiden Spielen insgesamt viermal traf - und die Hessen nach zuletzt drei "Dreiern" in Serie in Richtung Uefa-Cup-Plätze schielen lässt. Doch Fenins Sturmpartner Ioannis Amanatidis bremst vor der Auswärtsaufgabe bei Hansa Rostock die aufgekommene Euphorie. "Wir träumen nicht, wir arbeiten", erklärte der Grieche.

© SID

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