Fußball Bundesliga
KSC schießt Arminia zurück in den Keller

Nach zwei Spielen ohne Niederlage hat Arminia Bielefeld in der Bundesliga einen Dämpfer kassiert. Zum Auftakt des siebten Spieltags unterlagen die Ostwestfalen Karlsruhe 1:2 (0:1).

Der Karlsruher SC hat erstmals seit elfeinhalb Jahren wieder bei Arminia Bielefeld gewonnen und befindet sich in der Bundesliga weiter auf dem Vormarsch. Die Mannschaft von Trainer Edmund Becker setzte sich zum Auftakt des 7. Spieltages mit 2:1 (1:0) auf der Alm durch und verbesserte sich mit neun Punkten zumindest vorübergehend auf Platz neun. Bielefeld (6) muss weiter auf seinen zweiten Saisonsieg warten und droht nun auf einen Abstiegsplatz abzurutschen.

"Wir haben uns nach einer schwierigen Anfangsphase gefunden und unsere Chancen verwertet. Das kam unserer Spielweise entgegen", meinte KSC-Trainer Becker. Sein Gegenüber Michael Frontzeck sprach derweil von einem verdienten Sieg: "Wir haben gut angefangen, dann aber den Faden verloren. Das Gegentor hat Karlsruhe in die Karten gespielt."

Vor rund 17 000 Zuschauern brachte Massimilian Porcello (16.) den KSC gegen seinen Ex-Klub in Führung. Für die Vorentscheidung sorgte Sebastian Freis (52.), der bereits sein viertes Saisontor erzielte. Der Anschlusstreffer von Nico Herzig (86.) kam zu spät.

Dabei hatten die Gastgeber zu Beginn das Heft in die Hand genommen und bereits nach vier Minuten die Chance zur Führung, als Stefano Celozzi in letzter Sekunde vor Chris Katongo klärte. Auf der Gegenseite stand Stürmer Joshua Kennedy zunächst häufig allein auf weiter Flur. Beim ersten durchdachten Angriff der auf Konter lauernden Karlsruher war es dann aber passiert. Zunächst glänzte Arminia-Schlussmann Dennis Eilhoff gegen Freis, doch bei der anschließenden Ecke nutzte Porcello den Fehler des herauseilenden Keepers und den Tiefschlaf der Bielefelder Hintermannschaft, so dass ihm der Ball kurz vor der Torlinie vor die Füße fiel.

Kornetzky vetritt Miller ordentlich

In einem munteren Bundesligaspiel drängte die Arminia dann aber auf den Ausgleich Allerdings standen sich die Bielefelder häufig selbst im Weg oder scheiterten nach anfänglichen Unaufmerksamkeiten an der insgesamt sehr sicheren KSC-Abwehr vor Keeper Jeff Kornetzky. Trainer Becker schonte Stamm-Torhüter Markus Miller nach dessen Gehinrerschütterung, zudem kehrte nach Kennedys Genesung Freis wieder ins Mittelfeld zurück.

Der Mut von Bielefelds Trainer Michael Frontzeck zur offensiven Ausrichtung wie beim Heimsieg gegen Köln wurde nicht belohnt. Während sich das Angriffstrio um Vereins-Rekordtorschütze Artur Wichniarek sich zunächst noch regelmäßig Chancen erarbeitete, wirkte die Mannschaft nach dem 0:2 etwas ratlos. Freis staubte beim zweiten Tor ab, als Eilhoff den Ball nur abprallen lassen konnte.

Vor der Pause hatten Robert Tesche und Katongo, der nur den Pfosten traf hochkarätige Chancen. Nach dem Wechsel waren klar herausgespielte Gelegenheiten eher selten. Ausgerechnet Nico Herzig, der mit zwei Fehlern beinahe für ein weiteres Gegentor gesorgt hätte, vergab in der 78. Minute freistehend den Anschlusstreffer. Vier Minuten vor Schluss war der Verteidiger dann aber doch zur Stelle.

© SID

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