Fußball Bundesliga
KSC schlägt die "Wölfe" und verlässt Abstiegsränge

Mit einem 2:1 (0:0)-Heimsieg über den VfL Wolfsburg hat sich der Karlsruher SC etwas Luft im Bundesliga-Abstiegskampf verschafft. Porcello und Freis trafen für den KSC.

Angstgegner Karlsruher SC hat dem VfL Wolfsburg die erste Saisonniederlage zugefügt und den Sprung der "Wölfe" in die Spitzengruppe der Bundesliga verhindert. Der seit dem 20. April in der Eliteklasse in zwölf Spielen ungeschlagene VfL unterlag am sechsten Spieltag 1:2 (0:0) beim KSC und kassierte im fünften Erstligaspiel gegen die Badener die fünfte Niederlage. Massimilian Porcello (51.) und Sebastian Freis (75.) sorgten für den glücklichen Sieg der Karlsruher, die nach drei Pleiten in Folge wieder punkten konnten. Für Wolfsburg konnte der Sekunden zuvor eingewechselte Ricardo Costa nur noch verkürzen (78.). Neben der Niederlage mussten die Gäste auch die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels für Torjäger Grafite (71.) verkraften.

Die 25 934 Zuschauer im Wildparkstadion sahen in der Anfangsphase eine ganz schwache Vorstellung beider Teams. Weder die Wolfsburger, die am Mittwoch einen 7:0-Kantersieg im DFB-Pokal beim Bremer Regionalligisten FC Oberneuland feierten, noch die Platzherren, die sich ebenfalls am Mittwoch mit 2:0 im DFB-Pokal beim Drittligisten Kickers Offenbach durchsetzten, konnten Akzente im Spiel nach vorne setzen. Missverständnisse und Fehlpässe prägten das Geschehen.

Erst in der 17. Minute erarbeiteten sich die Gäste die erste nennenswerte Torchance der Begegnung, die Christian Gentner allerdings kläglich vergab. Von einer Möglichkeit war der ideenlose KSC in dieser Phase meilenweit entfernt.

Nach rund 25 Minuten erkannten auch die zunächst defensiv ausgerichteten Wolfsburger die offensichtliche Schwäche der Gastgeber und übernahmen das Kommando. Der Brasilianer Grafite konnte die beiden großen Möglichkeiten zur Führung für die Wölfe aber nicht nutzen (27., 33.). Karlsruhe war mit dem 0:0 zur Pause noch gut bedient. Die Unzulänglichkeiten seiner Profis hatte auch Manager Rolf Dohmen erkannt. "Wir sind viel zu langsam. Wie müssen wesentlich schneller spielen, ansonsten sehe ich schwarz", sagte der Funktionär in der Pause.

Die Kritik Dohmens fiel bei den Spielern auf fruchtbaren Boden. Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gastgeber stark verbessert und gingen durch einen Freistoß von Porcello in Führung. Nur kurz darauf hatten die Karlsruher bei zwei Chancen von Zvjezdan Misimovic und Ashkan Dejagah (beide 53.) aber bereits wieder Glück. Zehn Minuten später vergab Freis die große Chance zur Vorentscheidung zu Gunsten der Badener, bevor der eingewechselte Edin Dzeko zweimal kurz vor dem Ausgleich für Wolfsburg stand (66., 68.).

Anschließend schwächten sich die Gäste selbst, da Grafite wegen eines Fouls am Karlsruher Torwart Markus Miller von Schiedsrichter Peter Sippel (München) des Feldes verwiesen wurde. Dann traf Freis nach Vorlage von Iaschwili, fast im Gegenzug sorgte Costa per Kopf nochmal für Spannung. Miller musste nach einem Zusammenprall mit Mahir Saglik in der 86. Minute ausgewechselt werden.

© SID

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