Fußball-Bundesliga
Kucera rettet Bielefeld Punkt gegen Hertha

dpa BIELEFELD. In einer turbulenten Schlussphase hat Radim Kucera Arminia Bielefeld das 2:2 (1:1) gegen Hertha BSC gerettet. Dank des Ausgleichs des Tschechen (76. Minute) blieb Bielefeld in der Erfolgsspur, musste aber nach vier Heimsiegen wieder zwei Punkte auf der Alm abgeben.

Vor 21 075 Zuschauern hatte Sibusiso Zuma die Arminen in der 28. Minute mit einem kuriosen Treffer in Führung gebracht. Gilberto (45.+1) und Christian Gimenez (59.) sorgten für die Tore der Berliner, die nach dem verdienten Remis mit sechs Punkten Rückstand auf Spitzenreiter Werder Bremen Platz vier in der Fußball-Bundesliga belegen. Bielefeld (16 Punkte) ist mit einem Zähler weniger Sechster.

„Es ist okay. Wir haben viel zu viele Fehler gemacht. Nach dem Rückstand haben wir volles Risiko gespielt. Ein Punkt ist super“, sagte Bielefelds Trainer Thomas van Heesen, der für den Rot-gesperrten Petr Gabriel Markus Bollmann brachte. Kollege Falko Götz war dagegen stinksauer: „Mit dem Ergebnis kann ich überhaupt nicht zufrieden sein“, sagte der Hertha-Coach, der Nationalverteidiger Arne Friedrich wieder einsetzten konnte. „Wir wollten hier drei Punkte. Und wenn man das Spiel betrachtet, ist ein Punkt viel zu wenig.“

Beim umstrittene Führungstor verlängerte Dick van Burik einen langen Pass der Bielefelder per Kopf auf Zuma, der dabei war, aus dem Abseits zurück Richtung Mittellinie zu laufen. Als ihn Josip Simunic aber nicht angriff, stattdessen zum Fahne schwenkenden Linienrichter schaute, zirkelte Zuma den Ball am sich vergeblich streckenden Fiedler vorbei ins Netz. Und der Treffer zählte trotz mehrminütiger Proteste der Berliner, weil Schiedsrichter Michael Kempter auf Weiterspielen entschieden und dies auch deutlich angezeigt hatte.

„Wir spielen nicht weiter, das kann nicht sein“, erklärte Götz. Eine Minute vorher hatten sich noch die Hausherren über den Referee aus Sauldorf echauffiert, weil der ihnen einen Elfmeter nach einem angeblichen Foul von Malik Fathi an Zuma verweigert hatte. Der zweifelhafte Treffer weckte die bis dahin pomadig und ohne Druck spielenden Berliner auf. Marko Pantelic (35.) scheiterte am Pfosten, doch Gilberto brach den Bann in der Nachspielzeit. Beim Ausgleich leistete Jonas Kamper kräftig Mithilfe, als er van Buriks Flanke dem Brasilianer prächtig auf den Fuß legte.

Die zweite Halbzeit begann bei strömendem Regen. Böhme rutschte der nasse Ball nach einer langen Kamper-Flanke über den Spann. Und nur wenige Sekunden später revanchierten sich die Berliner für das zweifelhafte erste Tor. Eine Simunic-Vorlage konnte Gimenez eiskalt verwerten, weil die Gastgeber auf Abseits spekulierten, das Bernd Korzynietz allerdings aufgehoben hatte. Böhme und der Unglücksrabe mussten weichen, was dem Bielefelder Spiel guttat. Denn Kucera schaffte in dem nun munteren Spiel doch noch den Ausgleich.

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