Fußball Bundesliga
Kuranyi tritt gegen Stuttgart nach

Zu hohe Erwartungshaltung, zu wenig Bemühen um Schlüsselspieler: Kevin Kuranyi hat vor dem Auftritt im Gottlieb-Daimler-Stadion am Samstag mit seinem neuen Verein Schalke 04 herbe Kritik an Ex-Klub VfB Stuttgart geübt.

Kurz vor der Heimkehr mit seinem neuen Klub Schalke 04 an seine alte Wirkungsstätte VfB Stuttgart (Samstag, 15.30 Uhr) hat Nationalstürmer Kevin Kuranyi massive Kritik an seinem Ex-Klub geübt. "Die Erwartungshaltung in Stuttgart ist zu groß", sagt der 23-Jährige den Stuttgarter Nachrichten aus eigener Erfahrung und nahm gleichzeitig den umstrittenen VfB-Coach Giovanni Trapattoni in Schutz: "Ein neuer Trainer und neue Spieler - das braucht Zeit. Es wird aber von Monat zu Monat besser."

"VfB hat sich nicht wirklich um mich bemüht"

Kuranyi wiederholte, dass sich die Schwaben vor seinem Abgang zu den "Knappen" im vergangenen Sommer nicht ausreichend darum bemüht hätten, ihn als einen der "jungen Wilden" zu halten. "Ich wollte eine neue Herausforderung, ich wollte in der Champions League spielen und mich hat gestört, dass sich der VfB nicht wirklich um mich bemüht hat." Zudem habe der Verein zwei Jahre auf sehr hohem Niveau gespielt und es sei klar gewesen, dass es nicht ewig so weitergehen konnte. "In dieser Zeit ist unser Anspruch gewachsen - und die Erwartungshaltung der Spieler auch", meinte Kuranyi.

Dann allerdings sei der heutige Bayern-Trainer Felix Magath als Trainer gegangen und das Team nicht mehr verstärkt worden. "Im Gegenteil, Marcelo Bordon hat uns verlassen. Die Erwartungshaltung ist aber geblieben, das war nicht realistisch", kritisiert er die Vereinsführung und fügte hinzu: "Das Klima in der Mannschaft hat gelitten. Aber die, die vom sportlichen Abschneiden enttäuscht waren, haben keine Ahnung. Wie gut unsere letzte Saison war, sieht man doch erst jetzt", erklärte Kuranyi, der in der vergangenen Spielzeit mit dem VfB am letzten Spieltag die Qualifikation für die "Königsklasse" verspielt hatte.

Unterdessen droht bei den Stuttgartern nach dem unzufriedenen Nationalspieler Andreas Hinkel, der seine WM-Chancen als "Bankdrücker" beim VfB schwinden sieht, mit Fernando Meira ein weiterer Abgang. Der portugiesische Nationalspieler soll über einen Wechsel nach Spanien nachdenken. Auch mit Schalke wird der 27 Jahre alte Abwehrchef in Verbindung gebracht.

© SID

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